Die US-Ratingagentur Fitch belässt die Einstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs unverändert, hat aber den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ gesenkt. Fitch verwies am Freitag zur Begründung auf ein niedriger als erwartetes Wirtschaftswachstum, eine sich verschlechternde Haushaltslage und Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Schuldenquote. Die Kreditwürdigkeit bleibt demnach bei A+.
Frankreich steht finanziell so schlecht da wie lange nicht. Die Regierung rechnet für das kommende Jahr mit einer Gesamtverschuldung in Höhe von 121,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Gemessen an der Wirtschaftsleistung gehört Frankreich zu den am stärksten verschuldeten EU-Ländern. Die Zinslast beläuft sich im laufenden Jahr auf fast 80 Milliarden Euro.
Die US-Ratingagentur Moody's hatte am Freitag erklärt, die Einstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs bei Aa3 mit negativem Ausblick zu belassen. Allgemein war eine Herabstufung erwartet worden.
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