Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler baut in Europa 3460 weitere Stellen ab, davon etwa 2660 in Deutschland. Zudem sollen vier Standorte in Deutschland geschlossen werden, wie das Unternehmen mitteilte.
Mit den Maßnahmen will Schaeffler die Unternehmensstrukturen vereinfachen und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an den geringeren Bedarf anpassen. Ab 2030 sollen dadurch jährlich rund 300 Millionen Euro eingespart werden. Zunächst rechnet der Konzern mit einmaligen Aufwendungen von etwa 480 Millionen Euro.
Europäische Autozulieferer stehen durch die schwache Fahrzeugnachfrage, zunehmende Konkurrenz aus China und den langsamer als erwartet verlaufenden Umstieg auf Elektroautos unter Druck. Schaeffler leidet unter einer sinkenden Nachfrage nach Komponenten für Verbrennungsmotoren.
Schaeffler will Komponenten für humanoide Roboter bauen
Im abgelaufenen Quartal lag der Umsatz mit 5,8 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Der Betriebsgewinn sank um 7,2 Prozent auf 245 Millionen Euro, die Umsatzmarge reduzierte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent.
Unterdessen sucht das Unternehmen nach neuen Wachstumsfeldern jenseits seines Autogeschäfts. So will es sein Geschäft mit Komponenten für humanoide Roboter und den Verteidigungssektor ausbauen.
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