Der Branchenfinanzierer Santander und der Zulassungsdienstleister Kroschke verknüpfen ihre Systeme und führen Finanzierung und Fahrzeugzulassung künftig in einem gemeinsamen digitalen Prozess zusammen. Ziel der Kooperation ist es laut Mitteilung, Abläufe im Automobilhandel zu beschleunigen, Standzeiten von Fahrzeugen zu verkürzen und die Abwicklung zwischen Banken, Zulassungsdienst und Kfz-Betrieb zu vereinfachen.

Schnittstellenanbindung verkürzt Wartezeiten

Kern der Zusammenarbeit ist eine direkte Schnittstellenanbindung zwischen den IT-Systemen beider Unternehmen. Dadurch sollen Finanzierungsprozesse und Zulassungsvorgänge erstmals durchgängig digital und ohne Medienbrüche ablaufen – von der Kreditentscheidung bis zur behördlichen Registrierung des Fahrzeugs. Für Autohäuser bedeutet das vor allem kürzere Bearbeitungszeiten, weniger manuellen Aufwand und eine frühere Auszahlung im Absatzfinanzierungsgeschäft.

"Fahrzeuge dürfen heute nicht mehr auf dem Hof stehen und Kosten verursachen, weil sich administrative Prozesse verzögern", sagte Philipp Kroschke, Geschäftsführender Gesellschafter bei Kroschke, am Dienstag. "Mit unserer Partnerschaft schaffen wir einen durchgängigen, digitalen Zulassungsprozess, der die Prozesskette spürbar beschleunigt. Santander und Kroschke verbinden zwei entscheidende Schritte im Fahrzeuglebenszyklus - Finanzierung und Zulassung - erstmals zu einem echten One-Stop-Service."

Auch Santander erwartet Effekte auf die Abwicklungsgeschwindigkeit. "Unser Ansatz ist klar: Der Handel soll schneller verkaufen können und gleichzeitig wirtschaftlich entlastet werden", erklärte Maik Kynast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität bei Santander Deutschland. "Die digitale Zulassung über Kroschke sorgt für eine unmittelbare Zahlungsfreigabe, sobald die behördliche Bestätigung vorliegt. Dadurch steigt die Umsatzgeschwindigkeit deutlich, während sich die Liquiditätssituation des Handels verbessert."

Pilot startet im April 2026

Ein gemeinsames Pilotprojekt mit ausgewählten Handelspartnern soll im April 2026 starten. Die Ergebnisse sollen anschließend in Gespräche mit Fahrzeugherstellern einfließen. Perspektivisch wollen beide Unternehmen den integrierten digitalen Prozess breiter im Markt verfügbar machen.

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