Die deutschen Autohersteller haben ihre Marktanteile in Europa im vergangenen Jahr mehr als verteidigt. Zusammen kamen die Konzerne VW, BMW und Mercedes auf einen Marktanteil von 39,9 Prozent, wie aus Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea hervorgeht. Das waren 1,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Vor allem VW baute seinen Marktanteil deutlich aus. Auch BMW legte zu, während Mercedes stabil blieb. 

Insgesamt legte der Autoabsatz in der EU 2025 um 1,8 Prozent auf 10,8 Millionen Fahrzeuge zu. Das ist der höchste Wert in diesem Jahrzehnt - allerdings liegt der noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 13 Millionen Autos im Jahr 2019, wie eine Analyse des Beratungsunternehmens EY zeigt. Damals lag der Marktanteil der deutschen Konzerne mit 37,1 Prozent sogar 2,8 Prozentpunkte niedriger als 2025.

Der Anteil vollelektrischer Autos stieg deutlich von 13,6 auf 17,4 Prozent. Deutlich rückläufig ist dagegen der Anteil reiner Benziner, der von 33,3 auf 26,6 Prozent absackte. Den höchsten Anteil am Markt haben damit nun Hybride, die - Plug-in-Hybride nicht mitgezählt - auf 34,5 Prozent kamen - 3,6 Punkte mehr als vor einem Jahr.


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Tesla verliert auch europaweit deutlich

Blickt man auf die Konkurrenz der deutschen Konzerne, zeigt sich ein gemischtes Bild. Bei Tesla wird der in Deutschland zu beobachtende Einbruch auch europaweit deutlich - von 2,3 auf 1,4 Prozent Marktanteil. Auch die Gruppe Stellantis, zu der unter anderem Renault, Opel und Fiat gehören, verlor von 16,4 auf 15,3 Prozent. 

Dagegen konnten die chinesischen Konzerne SAIC und BYD ihre Marktanteile stark steigern: SAIC um ein Drittel, BYD konnte den Wert sogar mehr als verdreifachen - beide allerdings auf niedrigem Niveau. BYD kommt damit nun auf 1,2 Prozent Marktanteil, SAIC auf 1,9 Prozent. 

Verhaltene Erwartung für 2026

"Wir haben im vergangenen Jahr zwar eine leichte Erholung des Neuwagenmarkts gesehen. Insgesamt aber geht es nur im Schneckentempo aufwärts», sagt Constantin M. Gall von EY. «Auch im kommenden Jahr wird sich der Markt nur geringfügig erholen."

Denn nach wie vor seien die Rahmenbedingungen schlecht, und es herrsche sowohl bei Privatkunden als auch  Unternehmen große Kaufzurückhaltung. Die Konjunktur schwächele, viele Menschen sorgten sich um ihre Einkommensentwicklung oder den Arbeitsplatz. "Auch die hohen Neuwagenpreise, die nicht zuletzt auf regulatorische Vorgaben zurückzuführen sind, schrecken vom Neuwagenkauf ab", sagte der EY-Experte.


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