Lamborghini zieht die Reißleine beim reinen Elektroantrieb. Wie Unternehmenschef Stephan Winkelmann im Interview mit "The Sunday Times" erklärte, wird der für 2028 geplante Elektro-Supersportwagen Lanzador nicht realisiert. Stattdessen setzt der italienische Sportwagenhersteller für die "absehbare Zukunft" auf Plug-in-Hybride (PHEV).
Zur Begründung verweist Winkelmann auf die schwache Nachfrage im Luxussegment. Die Akzeptanz rein batterieelektrischer Sportwagen liege bei Lamborghini-Kunden "nahe null", so der Manager.
Lamborghini Lanzador
Zudem fehlt E-Autos aus Sicht von Winkelmann aktuell die emotionale Komponente, die Käufer mit der Marke verbinden, beispielsweise Sound, Feedback und Fahrgefühl des Verbrenners. Eine milliardenschwere Entwicklung von Elektrofahrzeugen wäre unter diesen Voraussetzungen "ein teures Hobby" und wirtschaftlich nicht verantwortbar.
Bis 2030 soll das gesamte Lamborghini-Portfolio stattdessen auf PHEV-Antriebe umgestellt sein. Autos mit Verbrennungsmotor will die Audi-Tochter "so lange wie möglich" weiterbauen. Diese Entscheidung schließe einen vollelektrischen Lamborghini zwar nicht grundsätzlich aus. Doch dieser werde erst kommen, "wenn die Zeit reif ist", so Winkelmann weiter.
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