Der deutsche Automarkt hat sich im Februar leicht erholt gezeigt. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden 211.262 Pkw neu angemeldet, das sind bei gleicher Zahl an Arbeitstagen 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Davon gingen 68,5 Prozent der Neuwagen auf das Konto von gewerblichen Haltern (plus 5,4 Prozent). Der Anteil der privaten Neuzulassungen lag leicht über dem Februar 2025 (plus 0,7 Prozent). 

Die Bilanz der ersten zwei Auto-Monate 2026 fällt aber trotzdem negativ aus: 405.243 Pkw-Neuzulassungen entsprechen einem Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Weiter an Bedeutung gewinnen elektrifizierte Antriebe. Reine Elektroautos (BEV) legten dem KBA zufolge um 28,7 Prozent auf 46.275 Einheiten zu und erreichten einen Marktanteil von 21,9 Prozent. Plug-in-Hybride (PHEV) kamen auf 24.328 Neuwagen – ein Plus von 24,5 Prozent. Ihr Anteil betrug 11,5 Prozent.

ZDK: "Förderung greift noch nicht"

"Die Februar-Zahlen zeigen: Der Pkw-Markt zieht wieder an – und die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen zeigt deutliche Wachstumsimpulse, obwohl die Förderung noch nicht greift", erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn in einer Einschätzung. Das Wachstum gehe insbesondere auf die Ausweitung der Modellreihen und attraktive Angebote der Hersteller zurück. "Es gibt aber noch viel Luft nach oben." Wesentliche Fragen zu Förderberechtigung, Nachweisen und dem Antragsverfahren der Prämie seien nach wie vor offen.

Ähnlich äußerte sich Branchenexperte Constantin Gall vom Beratungsunternehmen EY: "Deutschland gibt Milliarden aus, um den Hochlauf der E-Mobilität zu beschleunigen, aber die Käufer bleiben zurückhaltend. Dass der Absatz von Elektroautos in Deutschland im Februar nicht stärker gestiegen ist, könnte auch mit anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die neue staatliche Förderung von Elektroautos zusammenhängen."

Opel überrascht, Ford verliert, BMW stabil 

Stärkste deutsche Marke blieb VW trotz eines leichten Rückgangs (minus 2,1 Prozent) mit 19 Prozent Marktanteil. Ebenfalls rückläufig war das Geschäft bei Audi (minus 2,3 Prozent) und Mercedes (minus 9,9 Prozent). Die Ford-Neuzulassungen gaben sogar um knapp ein Fünftel nach (minus 19,4 Prozent). Dagegen konnten Opel (plus 44,4 Prozent) und Porsche (plus zehn Prozent) zweistellig zulegen. BMW erreichte das Niveau des Vorjahresmonats (plus 0,3 Prozent).

Bei den Importeuren führte Skoda erneut mit neun Prozent Marktanteil und einem Plus von 26,5 Prozent. Die Schwestermarke Seat büßte indes 11,1 Prozent ein, ebenfalls schwach entwickelten sich Toyota (minus 14,3 Prozent) und Dacia (minus 15,4 Prozent). Zu den volumenstärkeren Februar-Gewinnern zählten unter anderem Hyundai (plus 16,2 Prozent) und Citroën (plus 18,7 Prozent). Fiat konnte seine Neuzulassungen mehr als verdoppeln (plus 113,2 Prozent).

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