Der knuffige Twingo ist zurück. Seit dem Start der ersten Generation im Jahr 1992 wurden weltweit 4,1 Millionen Exemplare des französischen Kleinstwagens in 25 Ländern verkauft. Nun kehrt der Stadtflitzer mit elektrischem Antrieb zurück. Bleibt es beim bekannten Kulleraugen-Charme — oder legt der neue Twingo sogar noch eine Schippe drauf?
Schon auf den ersten Blick macht der in Novo Mesto gebaute Franzose vieles richtig. Die markanten, runden Scheinwerfer verleihen ihm einen freundlichen Ausdruck, die Proportionen passen: 3,79 Meter Länge bei 2,79 Metern Radstand sorgen für einen stimmigen Auftritt. Hinten setzen kleine Finnen an den runden Rückleuchten Akzente. Die optionalen 18-Zoll-Räder wirken allerdings etwas groß geraten — serienmäßig rollt der Twingo auf 16-Zoll-Felgen.
Renault Twingo E-Tech Test (2026)
Renault Twingo: Variabel im Innenraum
Im Innenraum überrascht der kleine Renault mit einem ordentlichen Platzangebot. Vorne sitzen auch Erwachsene angenehm, ohne sich beengt zu fühlen. Die Stoffsitze könnten zwar mehr Seitenhalt und zusätzliche Einstellmöglichkeiten bieten, im Alltag erweist sich der Innenraum aber als durchdacht. Besonders praktisch: Der Beifahrersitz lässt sich komplett umklappen. Zusammen mit den eben umlegbaren Rücksitzlehnen entsteht so eine bis zu zwei Meter lange Ladefläche.
Auch im Fond zeigt sich der Fünftürer variabel. Die Rücksitze lassen sich in drei Stufen neigen und zudem um 17 Zentimeter verschieben. So kann je nach Bedarf mehr Platz für Passagiere oder mehr Ladevolumen geschaffen werden. Elektrische Fensterheber hinten gibt es nicht, stattdessen setzt Renault auf Ausstellfenster — für viele Einsatzzwecke ausreichend. Unter dem Laderaumboden befindet sich zusätzlich ein 50-Liter-Fach, etwa für Ladekabel oder Kleinkram.
Praktisch gedacht ist auch das von Dacia bekannte "YouClip"-System. Vorgefertigte Befestigungspunkte erlauben es, Zubehör wie Kabelhalter, Taschenhaken oder faltbare Einkaufstaschen anzubringen. Im Kofferraum lassen sich darüber hinaus eine Tasche, eine kleine Leuchte oder eine aufrollbare Abdeckung befestigen. Klassische Verzurrösen fehlen allerdings. Insgesamt dominiert im Innenraum viel Kunststoff, der jedoch keinen billigen Eindruck hinterlässt.
Das Infotainment präsentiert sich schlicht, aber sinnvoll aufgebaut. Ein gut ablesbares 7-Zoll-Kombiinstrument und ein 10-Zoll-Touchscreen liefern die wichtigsten Informationen, ohne zu überfrachten. Die Menüführung ist logisch, die Bedienung selbsterklärend. Smartphones lassen sich kabellos einbinden, eine induktive Ladeschale fehlt jedoch. Hinzu kommt das OpenR-link-System mit integrierten Google-Funktionen, etwa für die Navigation. Clever gelöst: Über die ADAS-Taste lassen sich störende Assistenzsysteme (bis zu 24 sind an Bord) schnell deaktivieren.
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