Höhepunkt der laufenden Blitzerwoche ist Mittwoch, der 15. April. Ziel des Blitzermarathons sei es, zu sensibilisieren und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Denn zu schnelles Fahren schade nicht nur dem Geldbeutel, "sondern ist vor allem auch eine Gefahr für einen selbst sowie andere Verkehrsteilnehmer und ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle", warnt der ADAC.
Uneinheitliches Vorgehen
Die zusätzlichen Kontrollen könnten "überall stattfinden", sowohl innerorts, zum Beispiel vor Kindergärten und Schulen, als auch auf Bundesstraßen oder Autobahnen. Nicht alle Bundesländer beteiligen sich gleichermaßen an der Aktion. Manche beschränken sich ausschließlich auf den Aktionstag am 15. April, andere erhöhen die ganze Woche ihre Kontrollen.
Aus Sicht des ADAC leisten die Blitzeraktionswochen dennoch einen Beitrag zur Verkehrssicherheit: "Sie machen Verkehrsteilnehmern die Gefahren für zu schnelles Fahren bewusst und können entsprechend sensibilisieren. Allerdings können mit solch einer Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt geschaffen werden. Jeder sollte sein Verhalten deshalb immer wieder kritisch hinterfragen und falls nötig verändern."
Bußgelder, Punkte und Fahrverbot
Wer sich nicht an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten hält, muss mit Bußgeldern, Fahrverboten und Punkten rechnen. Wer innerorts bereits bis zu 10 km/h zu schnell fährt, bekommt 30 Euro Bußgeld (außerorts 20 Euro) aufgebrummt. Bei einer Überschreitung von 21 bis 25 km/h droht neben einem Bußgeld von 115 Euro auch ein Punkt in Flensburg (außerorts 100 Euro und ein Punkt). Ein einmonatiges Fahrverbot droht bei mehr als 31 bis 40 km/h innerorts sowie ein Bußgeld von 260 Euro und zwei Punkten (außerorts droht ein einmonatiges Fahrverbot bei mehr als 41 bis 50 km/h, zudem 320 Euro Bußgeld sowie zwei Punkte in Flensburg).
Und wer innerorts mit mehr als 70 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist, wird mit einem Bußgeld von 800 Euro, zwei Punkten sowie einem Fahrverbot von drei Monaten belegt (außerorts 700 Euro, zwei Punkte, drei Monate Fahrverbot).
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