Kaufkraftverlust, zurückhaltende Kunden und steigende Kosten setzen die Betriebe unter Druck. Für Albrecht Wollensak, Vorstandsvorsitzender der Alphartis SE, ist deshalb klar, dass das klassische Fahrzeuggeschäft allein künftig nicht mehr ausreichen wird. "Wir können uns nicht mehr auf den klassischen Automobilhandel allein verlassen, sondern müssen zusätzliche Ertragsquellen erschließen und unsere Effizienz weiter steigern", sagt er im aktuellen AUTOHAUS Podcast.
Wichtiger werden für ihn zusätzliche Geschäftsfelder wie Versicherung, flexible Mobilitätslösungen und Gebrauchtwagenplattformen. Sie bieten neue Ertragspotenziale und stärken die Kundenbindung. Die Richtung ist für Wollensak eindeutig: "Insgesamt geht die Entwicklung klar in Richtung integrierter Mobilitätsanbieter."
Neben Markt- und Strukturfragen sieht Wollensak auch die zunehmende Bürokratie als wachsende Belastung für den Handel. Themen wie Datenschutz, IT-Sicherheit oder Arbeitsschutz müssten heute in einer Tiefe abgebildet werden, "die früher nicht notwendig war". Das binde Ressourcen und halte Betriebe davon ab, sich auf das eigentliche Geschäft zu konzentrieren. Für größere Gruppen sei dieser Aufwand noch darstellbar, für kleinere Häuser werde er dagegen immer häufiger zum echten Belastungsfaktor.
Kontrolliertes Wachstum
Vor diesem Hintergrund gewinnen Größe, klare Strukturen und zentrale Organisation zusätzlich an Bedeutung. Für Wollensak ist dabei entscheidend, dass neue Standorte in ein funktionierendes Gesamtsystem integriert werden können. Alphartis setzt deshalb auf kontrolliertes Wachstum im bestehenden Marktgebiet statt auf Expansion um jeden Preis. "Wir sprechen intern von einer 'Schnecke', die sich ausdehnt", erklärt Wollensak. Der Vorteil: Es entsteht ein zusammenhängendes Gebiet, in dem Synergien in Vertrieb, Aftersales und Logistik gezielt genutzt werden können.
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