Personalie im VW-Aufsichtsrat vorerst vertagt
VW ist bei der Suche nach einem neuen Personalvorstand Medienberichten zufolge fündig geworden. Favoritin für das Personalressort sei Erika Rasch, derzeit Personalvorständin beim Zulieferer Bosch, berichten "Correctiv" und das "Handelsblatt". Die Besetzung sei am vergangenen Donnerstag im Aufsichtsrat wegen des Streits um neue Sparmaßnahmen im Konzern vorerst gescheitert.
Volkswagen und Bosch wollten sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Den Berichten zufolge sollte das VW-Kontrollorgan eigentlich am vergangenen Donnerstag über die Personalie beschließen. Die Kandidatin genieße im gesamten Gremium hohes Ansehen, hieß es aus Aufsichtsratskreisen. Im Grunde seien sich alle einig gewesen, dass sie den Posten übernehmen solle.
Arbeitnehmerseite knüpft Zustimmung an weiteres Ressort
Doch dann habe die Arbeitnehmerseite ihre Zustimmung von einer weiteren Personalie abhängig gemacht – der Besetzung eines neuen Technologieressorts. Das sei auf Konzernseite jedoch noch nicht entscheidungsreif gewesen, hieß es aus entsprechenden Kreisen. Von einem solchen Junktim sei zuvor auch nie die Rede gewesen. Am Ende wurde daher auch Raschs Bestellung nicht beschlossen.
Die Bosch-Managerin gelte jedoch weiterhin als Favoritin für die Position, hieß es.
Personalressort seit einem Jahr vakant
Der Posten des Personalvorstands ist seit einem Jahr unbesetzt, nachdem Gunnar Kilian im Juli 2025 überraschend ausgeschieden war.
Der Konzern hatte damals auf "unterschiedliche Vorstellungen bei der Steuerung von Beteiligungsgesellschaften" verwiesen. Das Personalressort leitet seither kommissarisch VW-Markenchef Thomas Schäfer.
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