Dazu waren alle LKW mit Planen ausgestattet, die an der Beifahrerseite ausgelegt, die Fläche der Unsichtbarkeit im toten Winkel sichtbar machten. Zusätzlich wurde ein Zebrastreifen vor dem LKW ausgelegt, um auch die Gefahren zu verdeutlichen, die beim Queren direkt vor einem LKW warten.

Erfahrungen aus dem Fahrerhaus

Alle Kinder konnten mit speziell geschulten Moderatoren "ihren“ LKW besichtigen, mit den Fahrerinnen und Fahrern sprechen und vom LKW-Fahrersitz aus selbst erleben, wie wenig sie im Bereich des toten Winkels sehen können. Umrahmt wurden zwei Schulungsdurchgänge von den Mitmach-Liedern "Sebastian, der LKW-Fahrer“ und der "tote Winkel“, die der Liedermacher Grünschnabel (Burkhardt Wegner) im Auftrag der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein für das Projekt "Pass auf: toter Winkel“ erdacht und vertont hat.

Protagonisten im Sinne der Verkehrssicherheit

Die Provinzial Nord Brandkasse unterstützte das Projekt als Partner der Landesverkehrswacht. Während der Auftaktveranstaltung überreichte Christoph Dohr, Hauptabteilungsleiter Schadenprävention im Provinzial Konzern, Warnwesten und Postkartenbücher für jedes Kind: "Die Verkehrssicherheit der Menschen und präventives Verhalten im Land zu fördern, ist uns als öffentlicher Versicherer ein sehr wichtiges Anliegen. Daher unterstützen wir seit über 30 Jahren die Fahrradausbildung der Grundschülerinnen und Grundschüler in Kombination mit dem Projekt ‚Pass auf: toter Winkel‘ aus voller Überzeugung an der Seite unseres Partners, der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Wir sind überzeugt, dass die Schulung insbesondere von Kindern und Jugendlichen dazu beiträgt, sie verkehrssicher aufzustellen. Diese praxisnahen Eindrücke nehmen die Verkehrsschüler mit in ihre Familien und zu Freunden und teilen ihren Wissensschatz – denn im Verkehr aufeinander aufzupassen und Rücksicht zu nehmen ist eine Aufgabe für uns alle gemeinsam.“

Thermenverlagerung in Schule und Familie

Die Postkartenbücher griffen das Thema moderne, umweltfreundliche Mobilität auf und ergänzten die Verkehrserziehung der Kinder um weitere Aspekte sicherer Fortbewegung. Sie können in Schulen und Familien genutzt werden, um gemeinsam über Alltagssituationen im Straßenverkehr zu sprechen und den Blick der Kinder für unterschiedliche Perspektiven – ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto – zu schärfen.

"Trotz Assistenzsystemen erhebliches Sicherheitsrisiko"

Die Aktion wurde zusätzlich vom Landes-Verkehrsministerium unterstützt. Staatssekretärin Julia Carstens verwies darauf, dass der tote Winkel trotz technischer Hilfsmittel wie Abbiegeassistenzsystemen und zusätzlicher Lkw-Spiegel weiterhin ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Insbesondere beim Spurwechsel, vor allem aber beim Rechtsabbiegen können die "Tote-Winkel-Zonen“ bei Fahrzeugen zu schweren Unfällen führen. Vornehmlich sind die sogenannten "ungeschützten Verkehrsteilnehmer“, also Fußgänger und Radfahrer, davon betroffen.

Genau deshalb sei die Aufklärung besonders gefährdeter Verkehrsteilnehmer, allen voran Kinder, von großer Bedeutung. Carstens dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und hob insbesondere das Engagement der Speditionen sowie ihrer Fahrerinnen und Fahrer hervor.

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