Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur Vorwoche erneut deutlich gestiegen. Dies gilt vor allem für Diesel, wie die aktuelle Auswertung des ADAC zeigt. Danach kostet ein Liter Diesel im bundesweiten Mittel 2,168 Euro. In der vergangenen Woche waren es noch 9,8 Cent weniger. Der Preis für einen Liter Super E10 stieg um 6,3 Cent und liegt aktuell bei 2,146 Euro.

Ölpreis als Haupttreiber

Hauptauslöser für die weitere deutliche Verteuerung ist der kriegsbedingte Anstieg des Rohölpreises der Sorte Brent von gut 85 US-Dollar in der Vorwoche auf derzeit rund 91 US-Dollar. Der Wechselkurs von Euro und US-Dollar, der entscheidenden Währung für den Kauf von Rohöl auf dem Weltmarkt, liegt in etwa auf dem Niveau der Vorwoche.

Laut ADAC lassen sich die aktuellen Kraftstoffpreise jedoch nicht allein durch die Entwicklung von Ölpreis und Wechselkurs erklären. Daher sollte das Bundeskartellamt die Marktverhältnisse kritisch überwachen und mögliche Wettbewerbsprobleme insbesondere im Raffinerie- und Großhandelsbereich aufdecken.

Diesel wieder teurer als Super E10

Diesel ist mittlerweile wieder teurer als Super E10. Dies war zuletzt Mitte Mai der Fall. Seitdem hatte sich die Lage im Nahen Osten sukzessive etwas entspannt, sodass auch der Ölpreis wieder deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen war.

Mit dem erneuten Aufflammen der Auseinandersetzungen zieht nun auch der Dieselpreis massiv an. Nach Einschätzung des ADAC liegt dies unter anderem daran, dass Diesel zu großen Teilen importiert werden muss und sein Preis wesentlich stärker von ökonomischen und geopolitischen Faktoren beeinflusst wird als der von Benzin.

Spartipp für Autofahrer

Wer beim Tanken sparen möchte, sollte nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren. Dann sind die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie laut ADAC deutlich an und fallen danach langsam wieder.

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