Der Gegenwind war groß, der Verkaufserfolg offenbar noch größer: Ferrari hat Medienberichten zufolge sämtliche für 2026 geplanten Exemplare seines ersten vollelektrischen Modells Luce verkauft. Damit erreichte der italienische Sportwagenhersteller sein Jahresproduktionsziel bereits wenige Wochen nach der offiziellen Weltpremiere.

Dass der Luce polarisiert, überrascht kaum. Schließlich markiert das Modell einen historischen Wendepunkt für die Traditionsmarke aus Maranello. Erstmals verzichtet Ferrari bei einem Serienfahrzeug vollständig auf den Verbrennungsmotor und setzt stattdessen ausschließlich auf elektrischen Antrieb. Mit einem Einstiegspreis von mindestens 550.000 Euro gehört der Stromer zudem zu den exklusivsten Fahrzeugen im Portfolio der Italiener.

Design sorgt für hitzige Debatten 

Für Aufmerksamkeit sorgte nicht nur der Antrieb. Auch die Gestaltung des Fahrzeugs wurde nach seiner Premiere Ende Mai intensiv diskutiert. Verantwortlich für das Design ist unter anderem Jony Ive, der einst das Erscheinungsbild ikonischer Apple-Produkte wie des iPhones prägte.

Gerade die ungewöhnliche Linienführung des Luce stieß in sozialen Netzwerken und unter Ferrari-Enthusiasten auf teils heftige Kritik (wir berichteten). Viele Beobachter zweifelten offen daran, ob der Elektro-Sportwagen die Marken-DNA ausreichend widerspiegele.


Ferrari Luce (2026)


Die Kunden sehen es offenbar anders 

Der Markt liefert nun eine klare Antwort auf diese Debatte. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Insider berichtet, sind alle 500 für das Modelljahr 2026 vorgesehenen Fahrzeuge bereits vergeben. Wer heute einen Luce bestellen möchte, muss sich daher deutlich länger gedulden.

Die ersten Fahrzeuge sollen ab Oktober an ihre Käufer ausgeliefert werden. Damit wird der Luce schon vor seinem eigentlichen Marktstart zu einem der begehrtesten Modelle in Ferraris aktueller Produktpalette. 


Wenn Autodesign missglückt: Form folgt Frust


China als wichtigster Absatzmarkt 

Besonders groß ist das Interesse offenbar in China. Das Land führt laut Bericht die Bestellstatistik für den elektrischen Ferrari an und unterstreicht damit seine wachsende Bedeutung für Hersteller im Luxus- und Elektromobilitätssegment. 

Für Ferrari dürfte die Resonanz ein wichtiges Signal sein. Während Kritiker vor allem das Design und den Abschied vom klassischen V12-Sound diskutieren, zeigen die vollen Auftragsbücher vor allem eines: Selbst bei einer traditionsbewussten Marke wie Ferrari scheint die Elektromobilität inzwischen auch im absoluten Luxussegment angekommen zu sein.

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