Der Automobilzulieferer Forvia hat im ersten Halbjahr 2026 trotz rückläufiger Umsätze seine Ertragskraft weiter verbessert. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, gingen die Erlöse um 4,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurück. Organisch betrug das Minus 1,9 Prozent. Die Umsatzentwicklung sei in allen Regionen besser als der Markt – mit Ausnahme von China, hieß es.
Gleichzeitig erhöhte sich das operative Ergebnis um 1,6 Prozent auf 632 Millionen Euro. Die operative Marge stieg von 5,7 auf 6,0 Prozent. Auch beim Cashflow legte der Konzern deutlich zu. Der Netto-Cashflow verbesserte sich um 18,8 Prozent auf 432 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 3,3 auf 4,1 Prozent des Umsatzes.
Fortschritte meldete Forvia zudem beim Schuldenabbau. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA sank von 1,8 auf 1,6. Als wesentliche Treiber nennt das Unternehmen ein konsequentes Kostenmanagement, operative Verbesserungen und die laufende Neuausrichtung des Portfolios.
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"Das erste Halbjahr 2026 markiert unser drittes aufeinanderfolgendes Halbjahr mit verbesserter Performance. Durch konsequente Umsetzung und die Transformation unseres Portfolios haben wir sowohl unsere operative Leistung als auch unsere Finanzstruktur weiter gestärkt", erklärte Vorstandschef Martin Fischer. Zusätzlichen Rückenwind erwartet der Konzern vom geplanten Verkauf des Interieur-Geschäfts, der bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll.
Auftragseingang wächst zweistellig
Angesichts der Entwicklung bekräftigte Forvia seine Prognose für das laufende Jahr. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr um 15 Prozent. "Mit diesem Schwung liegen wir weiterhin klar auf Kurs, unsere Ignite-Roadmap und unsere Jahresziele zu erreichen", sagte Fischer.
Forvia war 2022 aus der Übernahme von Hella durch Faurecia hervorgegangen und zählt heute zu den weltweit größten Automobilzulieferern. Der Konzern ist in mehr als 40 Ländern präsent, beschäftigt rund 137.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von 26,2 Milliarden Euro.
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