Der Pariser Autosalon steht vor einer bemerkenswerten Neuauflage. Nachdem die Traditionsmesse in den vergangenen Jahren unter der Abwesenheit zahlreicher großer Hersteller gelitten hatte, dürfte die Ausgabe 2026 wieder deutlich besser besetzt sein. Gleichzeitig setzt sich ein Strukturwandel fort: Immer mehr chinesische Autobauer nutzen Paris als Sprungbrett für ihre Expansion nach Europa und füllen damit die Lücken, die durch das Ausbleiben einiger traditioneller Gäste entstanden sind.

Stellantis baut Messeauftritt aus

Vom 12. bis 18. Oktober öffnet der Mondial de l'Auto seine Tore. Zu den größten Ausstellern zählt Stellantis, das mit gleich acht Marken und mehr als 60 Fahrzeugen antritt. Vertreten sind Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, Fiat, Lancia, Leapmotor, Opel und Peugeot. Damit fällt der Auftritt des Konzerns mehr als doppelt so groß aus wie noch 2024.

Vor allem Citroën dürfte auf dem Heimatmarkt für Aufmerksamkeit sorgen. Nachdem die Marke 2022 noch komplett auf einen Messeauftritt verzichtet hatte, wird sie nun die Neuinterpretation der legendären "Ente" erstmals einem breiten Publikum präsentieren. Bereits im Frühjahr hatte Stellantis angekündigt, die Rückkehr des 2CV auf dem Pariser Autosalon mit einem seriennahen Konzept zu feiern.

Auch zahlreiche weitere etablierte Hersteller haben ihre Teilnahme angekündigt. Neben Renault und Dacia wollen unter anderem die deutschen Premium-Anbieter BMW und Mercedes-Benz sowie die koreanischen Schwestermarken Hyundai und Kia in Paris Flagge zeigen. Die Zeiten halbleerer Hallen scheinen damit zumindest vorerst vorbei zu sein.


Pariser Autosalon 2026 – Vorschau


Chinesische Marken gewinnen weiter an Bedeutung

Den eigentlichen Wandel der Messe dokumentiert jedoch die wachsende Präsenz chinesischer Hersteller. Neben inzwischen etablierten Europa-Akteuren wie BYD, Leapmotor, Maxus oder Changan feiern weitere Fabrikate ihren Einstand.

Erstmals werden Zeekr, Li Auto, Lynk & Co sowie Chery auf dem Pariser Autosalon vertreten sein. Hinzu kommen die beiden Chery-Marken Omoda und Jaecoo, die ihren Ausbau in Europa weiter vorantreiben. Damit entwickelt sich Paris ähnlich wie die IAA in München zunehmend zu einer wichtigen europäischen Bühne für chinesische Autobauer.

Japanische Hersteller bleiben im Hintergrund

Auffällig ist zugleich, dass die japanischen Hersteller in Paris erneut nur eine Nebenrolle spielen. Toyota, Nissan und Mazda sind nach aktuellem Stand noch nicht als Aussteller bestätigt.


Auto China 2026 – Impressionen


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