Mit dem Anlauf der Serienproduktion des neuen BMW i3 beginnt für das BMW Group Werk München eine neue Ära. Nach vier Jahren umfassender Modernisierung rollt erstmals ein Modell der Neuen Klasse im Stammwerk vom Band. Seit Mitte Juni bestellbar, verzeichnet der vollelektrische i3 bereits zum Produktionsstart eine hohe Nachfrage.
Für den Produktionsanlauf wurde der Standort tiefgreifend umgebaut – und das bei laufendem Betrieb mit bis zu 1.000 Fahrzeugen täglich. Entstanden sind ein neuer Karosseriebau, eine moderne Montagehalle sowie zusätzliche Logistikflächen. Aktuell wird zudem die neue Auslieferungshalle schrittweise in Betrieb genommen.
BMW i3 (2026)
"Durch die einzigartige Verknüpfung von Zentrale, Entwicklung und Produktion ist unser Münchner Stammwerk ein entscheidender Impulsgeber für unser globales Produktionsnetzwerk: Jedes unserer Werke profitiert von den Erfahrungen und dem Wissen aus dem Anlauf der Neuen Klasse in München", sagte Raymond Wittmann, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion.
BMW reduziert Fertigungskosten deutlich
Die Investitionen zahlen sich laut BMW bereits aus. "Mit dem Produktionsstart des BMW i3 reduzieren wir die Fertigungskosten im Werk München um weitere zehn Prozent", erklärt Werkleiter Peter Weber. Möglich werde dies durch eine eng verzahnte Entwicklungs- und Produktionsplanung, neue Fertigungsstrukturen, einen höheren Automatisierungsgrad sowie die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelte Architektur der Neuen Klasse.
Der Produktionsstart markiert zugleich den nächsten Schritt auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung des Standorts. Ab 2027 sollen in München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge gefertigt werden. Weitere Modelle der Neuen Klasse sollen in den kommenden Monaten folgen.
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Das Stammwerk blickt auf eine lange Tradition zurück: Seit 1975 wurden dort mehr als neun Millionen Fahrzeuge der BMW 3er-Reihe produziert. Mit dem Umbau entwickelt sich der Standort nun zu einem der modernsten Werke im BMW-Produktionsverbund.
Auch innerhalb des Konzerns ist die Fertigung eng vernetzt. Der Elektromotor der sechsten Generation stammt aus dem BMW Group Werk Steyr in Österreich, während das Aluminiumgehäuse für den Antrieb im Werk Landshut gegossen wird.
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