Die Zahl der medizinisch-psychologischen Untersuchungen (MPU) ist im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Das geht aus der jährlichen Statistik der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) hervor. Demnach gab es 2025 insgesamt 70.135 MPU-Begutachtungen, knapp sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das ist der vierte Rückgang in Folge.
Auffälligkeiten unter Alkoholeinfluss waren mit einem Anteil von rund 44 Prozent erneut Hauptgrund für eine MPU. An zweiter Stelle folgten Fragestellungen zu Drogen und Medikamenten mit etwa 21 Prozent. Verkehrsauffälligkeiten ohne Alkohol kamen auf einen Anteil von 20 Prozent. Sonstige Auffälligkeiten machten rund 14 Prozent aus.
Bei den Ergebnissen gab es gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen. Knapp 58 Prozent der Begutachteten wurden als geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen eingestuft, rund 38 Prozent als ungeeignet. Etwa vier Prozent erhielten die Empfehlung, an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung teilzunehmen.
Das MPU-Gutachten dient den Straßenverkehrsbehörden als Entscheidungsgrundlage darüber, ob eine Person zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist und eine Fahrerlaubnis erhalten, neu erteilt bekommen oder behalten kann.
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