Die Softwareanbieter Evosec und Kabema rücken enger zusammen. Mit einer strategischen Partnerschaft wollen die Branchendienstleister ihre Technologien verzahnen, Entwicklungsressourcen bündeln und gemeinsam neue digitale Lösungen für Autohäuser auf den Markt bringen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Künstlicher Intelligenz (KI).

Ziel der neuen Kooperation sei es, die jeweiligen Stärken gezielt zu kombinieren, teilten die Unternehmen am Montag im Rahmen des SRIQE Events in Stuttgart mit. Autohäuser sollen künftig von einem breiter aufgestellten digitalen Ökosystem profitieren, das bestehende Lösungen enger miteinander vernetzt.

Der Ansatz: Statt parallele Produkte zu entwickeln, setzen Evosec und Kabema auf die Integration bewährter Anwendungen sowie auf gemeinsame Innovationsprojekte. Dadurch sollen Synergien genutzt und Entwicklungsprozesse beschleunigt werden. 

Fokus auf bewährte Lösungen 

Aus Sicht von Evosec ergänzt die Partnerschaft das bestehende Portfolio sinnvoll. Besonders die Kabema-Produkte im Bereich digitale Signatur und Datenanalyse werden künftig eine wichtige Rolle spielen. Geschäftsführer Daniel Hennig erklärte: "Kabema hat mit SYNOP sign und kc.art zwei hervorragende Lösungen, die die Bereiche Digitale Signatur und Controlling-Dashboard abbilden. Diese Stärke nutzen wir, weshalb wir von der Entwicklung eines eigenen Controlling-Dashboards absehen und stattdessen auf eine nahtlose Integration setzen." 

Auch bei Kabema sieht man in der Zusammenarbeit einen strategischen Vorteil. Das Unternehmen will seine Ressourcen künftig stärker auf gemeinsame Entwicklungen konzentrieren. "Mit Evosec haben wir einen Partner gefunden, der den digitalen Aftersalesprozess End-to-End abbildet. Aus diesem Grund haben wir entschieden, von unserer Eigenentwicklung abzusehen und uns stattdessen auf die gemeinsame Entwicklung neuer Lösungen zu konzentrieren", sagte Olaf Kühle, Head of Sales & Cooperation der Gruppe.

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KI rückt in den Mittelpunkt 

Ein weiterer Schwerpunkt der Partnerschaft liegt den Angaben zufolge auf der Einbindung von KI in bestehende Geschäftsabläufe. Beide Unternehmen wollen ihre technologische Entwicklung künftig enger abstimmen und neue KI-gestützte Anwendungen gemeinsam konzipieren. Dafür sollen die Roadmaps beider Partner aufeinander abgestimmt werden. Das Ziel: Innovationszyklen verkürzen und neue Produkte schneller zur Marktreife bringen. 

Evosec, eine Tochterfirma der Autohandelsgruppe Herbrand, hat sich auf die Digitalisierung von Aftersales-Prozessen spezialisiert. Mit der Plattform "Workshop Control" unterstützt das Unternehmen Werkstatt- und Lagerabläufe, von der Terminplanung über die Auftragssteuerung bis zur Anbindung externer Systeme. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 80 Mitarbeiter. 

Kabema zählt mit rund 50 Beschäftigten zu den etablierten Anbietern digitaler Technologie- und Integrationslösungen für den Automobilhandel. Zum Portfolio gehören unter anderem die Signaturlösung SYNOP sign sowie Analyse- und Controllingwerkzeuge wie kc.art.

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