Der Bankenfachverband hat das gemeinsame Positionspapier von Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen zur Zukunft der deutschen Automobilindustrie begrüßt. Die drei Bundesländer adressierten zentrale Voraussetzungen für Investitionen in den Standort Deutschland, teilte der Verband mit. Dazu zählen aus Sicht der Kreditbanken insbesondere der Abbau bürokratischer Hürden, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen sowie eine langfristig verlässliche Wirtschaftspolitik.
Die Automobilbranche steht nach Einschätzung des Verbandes vor umfangreichen Investitionen. Der technologische Wandel, neue Antriebstechnologien und die Transformation der Wertschöpfungsketten erforderten erhebliche finanzielle Mittel. "Die Transformation der Automobilwirtschaft erfordert erhebliche Investitionen der Unternehmen. Dafür brauchen sie vor allem Planungssicherheit sowie verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen", erklärte Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes.
Weniger Bürokratie - mehr Planungssicherheit
In ihrem Positionspapier sprechen sich Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen unter anderem für den Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten aus. Zudem sollen Genehmigungs- und Förderverfahren beschleunigt sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden. Ziel der Initiative ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandorts Deutschland langfristig zu stärken. Nach Ansicht des Kreditbankenverbandes sind stabile wirtschaftliche Perspektiven für langfristige Investitionsentscheidungen unverzichtbar. Gerade in einer Branche, die gleichzeitig hohe Investitionen stemmen und tiefgreifende Veränderungen bewältigen müsse, komme verlässlichen politischen Rahmenbedingungen eine besondere Bedeutung zu. Jens Loa betonte, Finanzierungen könnten Investitionen zwar ermöglichen, fehlende Planungssicherheit aber nicht ersetzen.
Strukturreformen weiter vorantreiben
Der Verband sieht die Initiative der drei Autoländer als wichtiges Signal für die Branche. Gleichzeitig fordert er weitere Reformen, um Investitionen und Wachstum in Deutschland zu fördern. "Um eine Investitions- und Wachstumsdynamik zu entfachen, muss der eingeschlagene Pfad der Strukturreformen fortgesetzt und weiter intensiviert werden", sagte Loa.
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