Ford will den Rallyesport zum Leitmotiv seiner kommenden europäischen Pkw-Generation machen. Gemeint ist damit nicht nur eine sportliche Optik. Vielmehr sollen Fahrwerk, Lenkung und Abstimmung von den Erfahrungen aus dem Sport profitieren. Das hat Europachef Jim Baumbick in einem Gespräch mit Journalisten angekündigt.
Ford plant für Europa fünf neue Pkw: einen Elektro-Kleinwagen mit Technik des Renault 5, ein kleines Elektro-SUV im Renault-4-Stil, zwei Crossover mit mehreren Antriebsarten sowie einen kompakten Ableger der Bronco-Familie. Entwickelt werden die Fahrzeuge überwiegend vom europäischen Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich, teilweise auf Plattformen der Kooperationspartner Renault und Geely. Trotz gemeinsamer technischer Basis sollen sie sich bei Fahrverhalten, Abstimmung und Erscheinungsbild deutlich von den jeweiligen Schwestermodellen unterscheiden.
Vier der fünf neuen Autos bezeichnet Ford als "Rally-bred" – also aus dem Motorsport geboren. Das sei ausdrücklich kein bloßer Marketingbegriff, betonte Baumbick. Ziel seien Autos, die agil, berechenbar und fahraktiv auftreten. Ford wolle bei Ansprechverhalten, Handling und Fahrerlebnis von der Konkurrenz unterscheidbar sein.
Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft
Zusätzliche Substanz soll der Markenanspruch durch die Rückkehr in die Rallye-Weltmeisterschaft erhalten. Ford Racing steigt ab 2028 gemeinsam mit dem langjährigen Partner M-Sport wieder werksseitig in die WRC ein. Zunächst kommt ein modifiziertes Rally2-Fahrzeug nach dem neuen Reglement zum Einsatz.
Parallel entwickelt der Hersteller einen komplett neuen Wettbewerbswagen, der 2029 debütieren soll. Das neue WRC-Modell werde auf einem der kommenden europäischen Ford-Modelle basieren, sagte Motorsportchef Mark Rushbrook. Welches Fahrzeug dafür vorgesehen ist, ließ er offen. Am wahrscheinlichsten ist aber einer der beiden geplanten Multi-Energy-Crossover.
Ford Bronco (Offroad-Test)
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