Schon die Abmessungen machen deutlich, dass das Plus im Namen ernst gemeint ist. Der neue Xpeng P7+ misst 5,07 Meter in der Länge, 1,94 Meter in der Breite und besitzt einen Radstand von exakt drei Metern. Entsprechend präsent steht die Fastback-Limousine auf der Straße. Enge Parkhäuser und schmale Fahrspuren verlangen allerdings etwas Aufmerksamkeit. Dafür liegt der breite Stromer auch bei höherem Tempo ausgesprochen satt und ruhig auf der Fahrbahn.
Dabei zählt die Gelassenheit zu den größten Stärken des P7+. Selbst auf der Autobahn bleibt es im Innenraum bemerkenswert leise. Wind- und Abrollgeräusche dringen nur gedämpft zu den Insassen durch, der Geradeauslauf ist tadellos. So eignet sich der Chinese bestens als entspannter Kilometerfresser. Das adaptive Fahrwerk hält die mehr als 2,2 Tonnen schwere Limousine zuverlässig unter Kontrolle und vermittelt auch in schnelleren Passagen viel Sicherheit.
An Vortrieb mangelt es der getesteten Performance-Version nicht. Zwei Elektromotoren bringen gemeinsam 370 kW beziehungsweise 503 PS und 670 Newtonmeter auf die Straße. Der Sprint von null auf 100 km/h dauert 4,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist offiziell auf 200 km/h begrenzt. Mehr ist wirklich nicht nötig.
Xpeng P7+ Test (2026)
Trotz dieser Zahlen wirkt der P7+ nicht wie ein nervöser Sportler. Die Kraftentfaltung erfolgt ausgesprochen linear und kontrolliert. Erst ein kräftiger Tritt aufs Fahrpedal zeigt, welche Reserven der Allradler besitzt. Dann schiebt die große Limousine vehement an, ohne ihre kultivierte Grundhaltung abzulegen. Das griffige Lenkrad liegt gut in der Hand, die Lenkung bleibt angenehm unaufgeregt. Der P7+ möchte kein Kurvenräuber sein, sondern ein souveräner Reisewagen.
Die Bedienung übernimmt hauptsächlich ein 15,6 Zoll großer Zentralbildschirm. Das Xmart-OS-System reagiert ausgesprochen schnell, Menüs und Karten werden ohne spürbare Verzögerung aufgebaut. Apple CarPlay und Android Auto sind ebenso vorhanden wie eine zuverlässig funktionierende Sprachsteuerung, 5G-Anbindung und Over-the-Air-Updates. Manche Funktionen liegen allerdings etwas tief in der Menüstruktur. Häufig benötigte Einstellungen lassen sich über eine Wischbewegung vom oberen Bildschirmrand schneller erreichen.
Das 8,8 Zoll große Fahrerdisplay ist dagegen bewusst schlicht gehalten und sehr gut ablesbar. Gleiches gilt für das serienmäßige Head-up-Display. Hinzu kommen ein digitaler Innenspiegel und ein klangstarkes Audiosystem mit 20 Lautsprechern, darunter ein Lautsprecher im Fahrersitz. Die Türen werden von innen per Knopfdruck geöffnet. Das wirkt zunächst ungewohnt, geht aber schnell in Fleisch und Blut über.
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