Von Bonn und Bornheim bis Siegburg und Euskirchen: RKG treibt die Modernisierung seines Standortnetzes mit Nachdruck voran. Insgesamt fließen rund 25 Millionen Euro in neue und modernisierte Betriebe, effizientere Prozesse, energetische Optimierungen und die Umsetzung neuer Markenarchitekturen. AUTOHAUS sprach mit den Konzerngeschäftsführern André Garrels und Kai-Uwe Frank.

AH: Ein wichtiges Thema ist derzeit die Weiterentwicklung Ihrer Standorte. Was haben Sie bereits umgesetzt?

A. Garrels: Das aktuell größte Bauprojekt ist unser Zentralstandort an der Bornheimer Straße in Bonn. Eine ehemalige Gebrauchtwagenhalle wurde zu einer modernen Stellantis Werkstatt umgebaut. Außerdem haben wir die großzügigen am Standort vorhandenen Schauraumflächen adäquat aufgeteilt und separierte Schauräume für die Mercedes-Benz, sowie die Stellantis Marken geschaffen. Damit kommen an diesem Standort Mercedes-Benz- und die Stellantis-Markenfamilie zusammen. Das Verwaltungsgebäude wird bis zum Jahresende umfassend saniert und energetisch modernisiert. Auch die Außenflächen wurden erneuert und ein großer Ladepark aufgebaut. Anfang des vergangenen Jahres haben wir zudem in Bornheim einen neuen Standort eröffnet. Dort entstanden ein Spoticar-Gebrauchtwagen-Verkaufsstandort, sowie auch eine Service Factory für das Mercedes-Benz-Geschäft. Zusammen mit dem angrenzenden „Mercedes-Benz Junge Sterne“-Flagship-Store und dem Spoticar-Angebot ist zentralisiert an diesem Standort unser RKG-Gebrauchtwagenzentrum Köln-Bonn entstanden. Die Service Factory übernimmt zentrale Aufgaben wie die Anlieferung von Neu- und Gebrauchtwagen, Reparaturen, Ablieferungskontrollen, Fahrzeugaufbereitung, Leasingrücknahmen und weitere interne Arbeiten. Dadurch schaffen wir in den bestehenden Autohäusern mehr Freiraum für die Kundenbetreuung. Für sämtliche Investitionen haben wir eine tragfähige Finanzstruktur aufgebaut, mit der die notwendige Liquidität gesichert ist. Hier sind wir aktuell sehr gut aufgestellt.

K.-U. Frank: Wir sind überzeugt davon, dass sich die Investitionen rechnen werden. Wir glauben an den Automobilhandel und sehen Transformation und Elektromobilität als Chancen, nicht als Risiken. Unsere Aufgabe als Geschäftsführung ist es, die richtigen Wege einzuschlagen und diese Chancen zu nutzen, statt ausschließlich in der Tradition zu verharren. Modernisierte Standorte wirken sich auch positiv auf die Mitarbeiterloyalität und -motivation aus. Ein Familienunternehmen, das in diesen Zeiten investiert, vermittelt Sicherheit. Denn unabhängig davon, wie attraktiv ein Standort gestaltet ist, macht am Ende der Mensch den Unterschied. Das Autohausgeschäft ist ein People Business. Der Umgang unserer Mitarbeiter mit den Kunden zahlt unmittelbar auf unsere Vision ein, das Beste vor Ort zu sein.


Investitionsoffensive bei RKG Rau Mobility


AH: Investieren Sie in den kommenden Jahren weiter?

A. Garrels: Die beschriebenen Maßnahmen bilden nur den Auftakt. Parallel haben wir uns mit den notwendigen Investitionen an den weiteren Standorten in den kommenden fünf Jahren beschäftigt und diese in unsere umfassende Investitionsoffensive integriert. Für unsere Standorte in Siegburg und Euskirchen haben wir aktuell Bauanträge eingereicht. Dort wollen wir voraussichtlich zur Jahreswende mit umfangreichen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen beginnen. Im Mittelpunkt stehen das Kundenerlebnis, die energetische Optimierung und die Umsetzung der neuen Mercedes-Benz Markenarchitektur. Weitere Schritte zeichnen sich für Linz am Rhein in Rheinland-Pfalz und Bad Godesberg ab. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich ab 2028 umgesetzt. Danach gehen wir davon aus, dass wir mit unseren Immobilien, Prozessen und der Wahrnehmung durch die Kunden in unserem Marktverantwortungsgebiet optimal für die Zukunft aufgestellt sind.  

AH: Welches Investitionsvolumen ist für die Projekte vorgesehen?

K.-U. Frank: Wenn wir die Service Factory einbeziehen, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde, sprechen wir über insgesamt 25 Millionen Euro, die innerhalb von rund fünf Jahren investiert wurden und werden. Eine solche Summe investiert man nur, wenn Geschäftsführung und Gesellschafter davon überzeugt sind, dass der stationäre Autohandel eine Zukunft hat und eine wichtige Basis für das Geschäft bleibt. 

Das vollständige Interview lesen Sie in AUTOHAUS 21/2026, das am 9. November erscheint. Darin geht es unter anderem auch um Automatisierung und KI, Mitarbeitermanagement, Mehrmarkenstrategie und Unternehmensstruktur.

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