RTL darf in Deutschland den Pay-TV-Sender Sky übernehmen. Die EU-Kommission in Brüssel gab am Donnerstag grünes Licht für die Übernahme der deutschsprachigen Sky-Angebote.
Die EU-Kommission prüft bei Fusionen und Übernahmen großer Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum regelmäßig, ob wettbewerbsrechtliche Bedenken bestehen. Im Fall von RTL und Sky stellte die Behörde „nach sorgfältiger Prüfung“ fest, dass die Transaktion den Wettbewerb „nicht erheblich verringern würde“, und genehmigte sie ohne Auflagen.
Im Juni 2025 hatte die RTL Group ihre Pläne zur Übernahme von Sky Deutschland vorgestellt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Marktposition im deutschen Streaming- und TV-Geschäft gegenüber großen US-Anbietern zu stärken. Durch die Integration von Sky will RTL außerdem sein Abonnementgeschäft ausbauen und unabhängiger vom klassischen TV-Werbemarkt werden, der weiter unter Druck steht.
Die RTL Group setzt zunehmend auf digitale Abo-Modelle, um den Rückgang klassischer Werbeerlöse im linearen Fernsehen auszugleichen. Sky Deutschland zählt bislang zum US-Medienkonzern Comcast. Der Kaufpreis beträgt rund 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist.
„Durch das Zusammengehen von RTL Deutschland und Sky Deutschland mit seinem Streamingdienst WOW entsteht ein einzigartiges Angebot für Unterhaltung, Sport und Informationen in den Bereichen Streaming, Free-TV und Pay-TV mit rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten“, erklärte RTL im Juni. Sky hält unter anderem Rechte zur Übertragung der ersten und zweiten Fußballbundesliga sowie der britischen Premier League in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg.
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