Der Schauspieler und Musiker Ralf Richter ist tot. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach starb er im Alter von 69 Jahren, wie der Sohn Richters der Zeitung bestätigte.
„Meinem Vater ging es seit Längerem gesundheitlich sehr schlecht. Er litt an COPD (einer chronischen Lungenerkrankung, Anm. d. Red.) und einer Herzunterfunktion. Eine Vene zum Herzen hat nicht mehr richtig gearbeitet“, sagte Sohn Maxwell Richter zu „Bild“: „Deshalb war er schon vor ein paar Monaten in der Klinik. Danach hat er weiter abgebaut.“
Ralf Richter wurde 1957 in Essen geboren und gelangte 1981 als Zentralemaat Frenssen in Wolfgang Petersens U-Boot-Epos „Das Boot“ zu bundesweiter Bekanntheit. Später wurde er mit seinen oft rauen, bodenständigen Ruhrgebietsfiguren zu einem festen Bestandteil der deutschen Film- und Fernsehlandschaft.
Frühstück im Unteroffiziersraum in „Das Boot“: Brückenmaat Pilgrim (Jan Fedder, r.) und Zentralemaat Frenssen (Ralf Richter, M.) beginnen den Tag mit schmutzigen WitzenKultstatus erreichte Ralf Richter auch 1999 als cholerischer Ex-Häftling Kalle Grabowski in der Ruhrgebiets-Komödie „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“. Richter wurde damals vor der Premiere des Films selbst festgenommen – er wurde später wegen Kokainhandels zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Zu seinen weiteren bekannten Filmen zählen unter anderem „Die Katze“, „Superstau“, „Fußball ist unser Leben“ sowie die Filme „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und „Goldene Zeiten“ von Regisseur Peter Thorwarth.
Ralf Richter und Oliver Korittke in „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“Über mehr als vier Jahrzehnte blieb Richter als Schauspieler präsent und war regelmäßig in Fernsehserien und Krimiformaten zu sehen. Mit seiner unverwechselbaren Art und seinen oft schroffen, aber authentischen Figuren galt er als einer der bekanntesten Charakterdarsteller des Ruhrgebiets.
Auf Instagram verabschiedete sich Maxwell Richter im Namen von sich und seiner Schwester Aline mit rührenden Worten: „Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben.“ Und: „Für viele von euch war er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, das Menschen über viele Jahre begleitet hat. Für uns war er vor allem eines: unser Vater.“ Sie könnten im Moment kaum Worte dafür finden, was der Tod ihres Vaters für die Familie bedeute. „Wir möchten uns in Ruhe verabschieden und bitten euch deshalb, unsere Privatsphäre in dieser schweren Zeit zu respektieren.“ Die beiden erwachsenen Kinder bedankten sich bei den Fans für die Liebe und Wertschätzung für ihren Vater in den vergangenen Jahren.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.