Wie im siebten Himmel: An einem angenehm warmen Spätsommerabend im September sitzen rund 1200 Besucher vor der Bühne auf dem – ausnahmsweise bestuhlten – Registan-Platz in Samarkand. Die Kulisse der drei gewaltigen Medresen, Koranschulen aus dem 15. und 17. Jahrhundert, mit Majolikafassaden und glänzenden Kuppeln, wird durch Scheinwerfer abwechselnd in Gelb, Rot, Blau und Grün getaucht.

Davor vertieft sich der Pianist Lang Lang, einer der lebendigen Götter der klassischen Musik, live am Flügel in das 5. Klavierkonzert „Emperor“ von Ludwig van Beethoven. Das ließe sich als Reminiszenz an Tamerlan deuten, den Gründer der Timuriden-Dynastie, der von Samarkand ausgehend, ähnlich skrupellos wie zuvor Dschingis Khan, sein Weltreich eroberte. Heute gilt er als Urvater Usbekistans. Der chinesische Tastenlöwe wird im Konzert vom Nationalen Symphonieorchester unter Leitung seines quirligen Dirigenten Alibek Kabdurakhmanov unterstützt.

Das Konzert, veranstaltet von der Art and Culture Development Foundation (ACDF, Stiftung für Kunst- und Kulturförderung der Republik Usbekistan), ist natürlich ausverkauft, und natürlich drängen sich vor den von Polizisten bewachten, gelben Absperrgittern im Umfeld des Platzes Tausende von Neugierigen. Sie können das über zwei Lautsprecherbatterien verstärkte Konzert erleben, ohne Eintritt zu zahlen. Und es lohnt sich, für die Angehörigen der usbekischen Elite in den vorderen Sitzreihen, die mit Sonderflügen aus der Hauptstadt Taschkent oder mit dem Expresszug anreisten, ebenso wie für die Bildungs- und Erlebnishungrigen auf den billigeren Plätzen hinter ihnen und das Volk ohne Ticket. Eine Kameradrohne fängt über dem Orchester schwebend Bilder für die Screens am Rand der Bühne ein und nervt nur gelegentlich, wenn sie versehentlich zu dicht an den Mikrofonen der Bläsersektion vorbeisirrt – nervt ebenso wie manch Zuschauer, der mit dem Handy am Ohr schnatternd durch die Reihen schreitet, Konzertkonventionen abhold.

Vorn spielt Lang Lang unbeirrt, auf der Höhe seines Schaffens, verleiht Beethoven einen Sog, der die Zuschauer hineinzieht in eine andere Welt. Gemeinsam mit dem Orchester, dessen Musiker sich in das Klavierkonzert werfen, als ginge es um ihr Leben, legt er noch George Gershwins „Rhapsody in Blue“ nach sowie als Solo das chinesische Volkslied „Jasminblüte“, bevor er sich bescheiden in die hintere Reihe der Musiker zurückzieht.

Zum Abschluss des Konzerts intoniert das Nationalorchester das anspruchsvolle, orientalisch geprägte Stück „Taronalar Bazmi“ vom usbekischen Komponisten Anor Nazarov, in dem traditionelle Instrumente wie die Doira (Rahmentrommel), G’ijjak (Stachelfiedel) und Rubob (Kurzhalslaute) erklingen. Damit wird die Erinnerung an die Seidenstraße perfekt gemacht, die China vom 2. Jahrhundert vor Christus bis zum 15. Jahrhundert mit Europa verband und in Samarkand eine ihrer wichtigsten Handelsoasen fand – hier im Zentrum, am Registan-Platz.

West-östliches Programm vor der Tillakori-Medrese am Samarkander Registan-Platz

Die Zusammenarbeit des chinesischen Superstars mit dem usbekischen Orchester steht symbolisch für die staatlich gelenkte kulturelle Öffnung Zentralasiens sowohl nach Osten als auch nach Westen. Doch es ist an diesem lauschigen Sonntag Anfang September im so orientalisch wie sowjetisch geprägten Schwellenland Usbekistan nicht das einzige verbindende Event der Stiftung unter ihrer Vorsitzenden, der umtriebigen Gayane Umerova. Die 41-jährige Kunsthistorikerin und Betriebswirtin, die in London und Taschkent studiert hat, ist das internationale Gesicht der usbekischen Kunst- und Kulturtradition. Die Stiftung wurde 2017 vom usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev ins Leben gerufen. Stunden vor dem Konzert hat Umerova im Universitätsviertel von Taschkent das von ihrer Stiftung betriebene Centre for Contemporary Arts (CCA) eröffnet, das erste Museum für zeitgenössische Kunst in Usbekistan.

Die Eröffnung des Museums ist für Umerova „ein Meilenstein in der kulturellen Entwicklung Usbekistans“. Präsident Mirziyoyev, der zweite usbekische Regierungschef seit der Unabhängigkeit, prägt das Land mit Reformen, die zu Wirtschaftswachstum und einer Stabilisierung der Landeswährung Som führten. Mirziyoyev baut seinen muslimisch geprägten, verfassungsrechtlich säkularen Staat zum Teil auf Errungenschaften seines Vorgängers Islam Karimov auf. Baumwolle wird mittlerweile nicht mehr nur als Rohstoff exportiert, die weitere Wertschöpfungskette wird verstärkt ins Inland verlagert. Wie sein Vorgänger herrscht Mirziyoyev als Autokrat und sichert seine Macht durch die Geheimpolizei ab – wenn er auch die Zensur lockerte und politische Gefangene freiließ. Seit 2023 wird Usbekistan gemeinsam mit seinen zentralasiatischen Nachbarn auch von der Europäischen Union als Partner umworben.

Taschkent: Konzeptkunst im Plattenbau

Was für die Gesellschaft insgesamt gilt, gilt auch für die Arbeit der Nationalen Kulturstiftung. Die Agenda ist umfangreich. Zum Wirkungsbereich von Gayane Umerova zählen alle Aktivitäten im In- und Ausland mit bilateralen Elementen, sie ist praktisch das Pendant zu Kulturminister Ozodbek Nazarbekov, der für die Kultur im Inland verantwortlich ist. Umerova gründete 2025 die Buchara-Biennale für zeitgenössische Kunst und hält fest: „Das Interesse ist überall groß. In Buchara hatten wir zwei Millionen Besucher, eine Million aus dem Ausland und eine aus Usbekistan.“ Das Thema lautete „Rezepte für gebrochene Herzen“, inspiriert von der Legende rund um einen Arzt namens Avicenna, der einst einen liebeskranken Prinzen mit dem Nationalgericht Plov wieder aufpäppelte, sodass dieser schließlich seine geliebte Handwerkertochter heiraten konnte.

Aber auch die Vorstellung usbekischer Gegenwartskünstler bei der Biennale von Venedig oder bei Kunstschauen in Japan und China fällt in Umerovas Verantwortungsbereich. Und davon gibt es einige auf internationalem Parkett. Die Bandbreite reicht von Aygul Sarsen, der mit 21 Jahren jüngsten Teilnehmerin in Venedig, die aktuell mit einem Stipendium der Stiftung ihre Malkunst weiterentwickelt, bis hin zum Autor, Maler und Philosophen Vyacheslav Akhunov.

Künstler Vyacheslav Akhunov erklärt sein Werk „Eva, Adam und Freunde“ – auf Höhe seiner Hände hing in einer Ausstellung ein Spiegel

Der 1948 in Kirgisistan geborene Konzeptkünstler (seine Mutter war Russin, sein Vater Usbeke) zeigte bereits in den 1970er-Jahren zeitgenössische Kunst in Taschkent, allerdings nur für drei Jahre, bevor seine Schau – in Moskau regierte Leonid Breschnew – geschlossen und Akhunov mit Reiseverbot belegt wurde. Zum Beweis für das museale Abenteuer, das in den Geschichtsbüchern Taschkents nicht auftaucht, hat der Künstler die amtlichen Bewilligungspapiere in seinem Archiv bewahrt, das sich am Rand der Hauptstadt in einem unscheinbaren Plattenbau verbirgt.

Während Kunstkritiker streiten, ob Akhunov dem späten Surrealismus oder dem Neo-Underground zuzurechnen sei, trug der 78-Jährige zur jüngsten Biennale die Schau „Instruments of the Mind“ bei – eine poetische Reflexion über kognitive Prozesse und spirituelles Bewusstsein im Spannungsfeld zwischen Archiven, Erinnerung und Zeit. Ein Beispiel: Die gerahmten Seiten der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen radierte der Künstler bis zur teilweisen Unleserlichkeit aus, zeigt damit, wie sehr die Intentionen ihrer Initiatoren seit der Verabschiedung 1948, seinem Geburtsjahr, mittlerweile verblasst sind. Akhunovs Gemälde, Zeichnungen, Videos und Installationen feiern mit Humor das Politische in der Ästhetik. Die Ausstellung in Venedig, wie die erste Ausstellung im CCA kuratiert von der in New York lebenden Kuratorin Sara Raza, ist noch bis zum 22. November 2026 im Palazzo Franchetti zu erleben.

Das neue permanente Ausstellungshaus CCA wurde vom französischen Studio KO elegant in ein entkerntes, renoviertes Industriegebäude eingebaut, in ein Gelbklinker-Straßenbahndepot mit Dieselkraftwerk nach dem Entwurf des deutschen Architekten Wilhelm Heinzelmann. Der leitete 1912 im russischen Zarenreich die Bauabteilung der Region Turkestan. Seit der Eröffnung beherbergt das CCA, betrieben von der ACDF, die erste Sonderausstellung „Hikmah“ („Weisheit“) mit Werken von einem halben Dutzend Künstlern aus aller Welt.

Architekt Olivier Marty vom Studio KO aus Paris und Kuratorin Sara Raza aus New York im Centre for Contemporary Arts in Taschkent

Im Innenhof hat Sara Raza die Installation „Colour of Silence, In Search of Truth“ platziert, die der usbekische Keramiker Shokhrukh Rakhimov eigens zur Eröffnung schuf. Sieben farbige, große Kugeln, inspiriert von der Farb- und Lichttheorie des Sufi-Meisters Najm al-Din Kubra aus dem 12. Jahrhundert, spiegeln die sieben spirituellen Stadien der inneren Reifung und der Suche nach Wahrheit wider.

In der großen Halle des Depots hängt ein monumentales Kunstwerk der tunesisch-ukrainischen Künstlerin Nadia Kaabi-Linke. Die schwebende Stahlkonstruktion mit dem Titel „Fliegende Teppiche“ ist eine Leihgabe des Solomon R. Guggenheim Museums und beruht auf den exakten Maßen der Teppiche und Tücher, die illegale Straßenhändler aus Afrika und Südasien in Venedig auf der Ponte del Sepolcro nutzen, um Souvenirs feilzubieten, und die sie bei der Flucht vor der Polizei schnell einrollen und mitnehmen können. Der Titel spielt auf den fliegenden Teppich an, der im orientalischen Märchen für Freiheit und Magie steht, und auf den Reichtum Venedigs, der unter anderem auf den Handel mit dem Orient zurückzuführen ist. Die Skulptur selbst symbolisiert das harte Leben der Migranten, die ohne Papiere in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sind und in Angst vor Abschiebung leben. Die knallhart filigrane Skulptur entstand 2011 für die Biennale in Venedig.

Das CCA soll nicht nur als permanenter Ausstellungsraum, sondern auch als Forschungseinrichtung mit Bibliothek, Café und mit seinem geschützten Innenhof als „Dritter Ort“ für die Studenten des Viertels wirken. Der wird dringend benötigt, denn die meisten Lernenden finden weder an der Universität noch in ihren Großfamilien zu Hause ein ruhiges Plätzchen. Die Bevölkerung der 35 Jahre jungen, postsowjetischen Republik wuchs in den letzten zwanzig Jahren von 27 auf 39 Millionen Menschen. 60 Prozent der Einwohner sind jünger als 35 Jahre. Umerova sagt: „Der größte Teil der jungen Menschen will kreativ tätig sein. Daher schaffen wir hier einen Treffpunkt für lokale und internationale Kreative, um interdisziplinär zu arbeiten.“

Interdisziplinär ist auch der Ansatz der Stiftungschefin: Sie verzahnt die Kunst- und Kulturentwicklung eng mit der Bildungsarbeit vor Ort. „Die Bibliothek im CCA ist eine Archivbibliothek und dient der Forschungsarbeit“, so Umerova. Das Museum soll aber nicht nur Studenten locken, sondern auch Touristen aus aller Welt, die sich sowohl für zeitgenössische Kunst als auch für Architektur interessieren. Schließlich ist Umerova auch Leiterin der usbekischen Behörde für Kreativwirtschaft und Tourismus.

Museum für zeitgenössische Kunst im ehemaligen Straßenbahndepot in Taschkent: Centre for Contemporary Arts

„Der Tourismus geht Hand in Hand mit der Entwicklung des Landes. Mit dem Fortschritt in unterschiedlichen Bereichen kommen mehr Touristen, das Land wird bekannter und ich hoffe, dass viele Gäste auch das Museum besuchen“, erklärt die Kunsthistorikerin, die ihre Abschlussarbeit über den Impressionismus geschrieben hat. Darüber hinaus gefallen ihr Werke der russischen und usbekischen Avantgarde, deren Werke ihre Heimat im „Louvre der Steppe“ gefunden haben, im usbekischen Igor-Savizki-Museum in Nukus, der Hauptstadt der autonomen Republik Karakalpakstan. Ein Ort in der Wüste, den kein kulturinteressierter Tourist verpassen sollte.

Der russische Maler Savizki sammelte hier in den 1950er-Jahren die Arbeiten von Avantgarde-Künstlern, die unter Stalin verboten waren, und rettete damit Zehntausende Werke vor der Vernichtung. Im Archiv befinden sich neben Savizkis eigenen Gemälden jene seines Lehrers Robert Falk und auch Bilder von Ljuba Popowa, einer Schlüsselfigur des Konstruktivismus. Zudem werden dort Werke von gut zwei Dutzend bedeutenden Malern der Avantgarde bewahrt, darunter Meisterwerke von Kliment Redko, Alexander Volkov und Usto Mumin.

Kunsthandwerk trifft auf Sowjet-Moderne

Ebenfalls beeindruckend ist der erst 2026 eröffnete Komplex des Zentrums für die Islamische Zivilisation in Taschkent, ein monumentales Kulturprojekt auf einem mehr als zehn Hektar umfassenden Gelände. Das Museum präsentiert mit Hilfe modernster Technik die Geschichte Zentralasiens sowie das goldene Zeitalter des islamischen Wissens vom 9. bis zum frühen 16. Jahrhundert. Zu den Attraktionen zählen 60 historische Koranhandschriften, darunter der Mushaf von Uthman ibn Affan aus dem 7. Jahrhundert, den die Unesco im Register „Memory of the World“ führt.

Samarkand zählt seit 2001 als „Schnittpunkt der Kulturen“ zum Unesco-Weltkulturerbe – neben dem Registan-Platz mit seinen drei Medresen gehören dazu unter anderem die Bibi-Khanum-Moschee und das prunkvolle Gur-Emir-Mausoleum, in dem neben Tamerlan auch zwei seiner Enkel und sein Lehrer begraben liegen. Auch die Nekropole Shah-i-Zinda mit ihrer prächtigen Blauen Allee, deren Mausoleen und Grabstätten vorwiegend aus dem 11. bis 15. Jahrhundert stammen, ist Teil der Liste. Umerova schlägt mit ihrer Stiftung den Bogen von der Vergangenheit bis in die postsowjetische Gegenwart. Die Programme reichen von der Wiederbelebung traditionellen Kunsthandwerks wie Keramik und Stickerei bis zur zeitgenössischen Kunst, vom Weltkulturerbe Samarkand bis zum Weltkulturerbe modernistischer Architektur in Taschkent.

Sowjet-Moderne prägt Taschkent bis heute

Zehn herausragende modernistische Bauwerke wurden im Juli 2026 in Busan in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Berühmt ist das „Hotel Usbekistan“, dessen verschachtelte Beton-Fassade jeden zweiten Reiseführer ziert. Ebenfalls unter den Unikaten: der Basar Chorsu, ein Kuppelbau ohne Säulen im Inneren, in dem heute noch mit allem gehandelt wird, was auf dem Speiseplan steht, von frischem Fleisch über Gemüse bis hin zu Gewürzen.

Auch die Metrostation Kosmonavtlar (Station der Kosmonauten), deren Decke an die Milchstraße erinnert, deren Blau nach oben hin dunkler wird und deren Säulen mit geschmolzenem Glas bedeckt sind. An den Seiten werden berühmte Figuren mit astronomischem Bezug dargestellt, darunter Ulugh Beg, ein Enkel Tamerlans, der es als Astronom mit Hilfe einer Sternwarte zu Ruhm brachte, Yuri Gagarin und Valentina Tereshkova, der erste Mann und die erste Frau im All, sowie Ikarus. Die Station wurde 1984 errichtet und erinnert entfernt an die Moskauer Metrostationen als unterirdische Prachtbauten in der Sowjet-Ära.

Umerovas Wirken ist mit den neuen Weltkulturerbestätten und dem CCA keineswegs ausgeschöpft. Sie eröffnet Ausstellungen usbekischer Künstler überall in der Welt: „Wir arbeiten eng mit Partnern aus dem Nahen Osten und den umliegenden Ländern zusammen. Zu unserer Agenda zählen internationale Kunstausstellungen, wir haben gerade eine im Zentrum für Islamische Kunst in Doha eröffnet, da geht es um Antiquitäten“, sagt die Stiftungschefin. In Taschkent belebt sie im Auftrag des Präsidenten in einem Design-Zentrum die traditionelle usbekische Stickerei wieder: Jede Region des Landes hat eigene, typische Muster. Garn und Stoffe werden vor Ort mit Färberpflanzen oder anderen Naturfarbstoffen behandelt und bestickt.

Hat mit Usbekistan noch einiges vor: Gayane Umerova

Und während vor den Augen von Touristen aus aller Welt rund 20 Frauen im Zentrum arbeiten, beschäftigt Kasimbaeva nach eigenen Angaben rund weitere 5000 Frauen in Heimarbeit. Das sei wichtig, um das Selbstbewusstsein der Frauen und ihre gesellschaftliche Stellung zu stärken, erfährt der Besucher. Ein Teil der Beschäftigten hat kleine Kinder und kann deshalb nicht in einer Manufaktur arbeiten gehen – einem anderen Teil der Frauen wird von ihren Ehemännern verboten, zur Arbeit aus dem Haus zu gehen. Doch mit dem Sticken verdienen sie ihr eigenes Geld.

Umerovas ACDF hat weitere Museumseröffnungen in größerem Maßstab auf der Agenda: Der japanische Architekturstar Tadao Ando hat ein Gebäude für das neue Nationalmuseum von Usbekistan entworfen, das nach Angaben der Stiftung im März 2028 im Herzen von Taschkent eröffnet werden soll. In Buchara wird im historischen Stadtkern das Jadids’ Legacy Museum entstehen, das sich der Geschichte des Jadidismus widmet, einer muslimischen Reformbewegung, die sich im frühen 20. Jahrhundert für moderne Bildung und gesellschaftlichen Fortschritt in Zentralasien engagierte. Gleich nebenan entsteht ein neues ethnografisches Museum, in Samarkand schließlich ein Seidenstraßenmuseum. Internationale Architekturbüros wie Wilmotte & Associés und das deutsche Atelier Brückner, das beim Projekt Nationalmuseum mit Ando zusammenarbeitet, haben Entwürfe eingereicht. Es ist zeitgleich mit dem neuen Nationalmuseum angekündigt. Finanziert werden sämtliche Programme aus staatlichen Mitteln, daher hofft Umerova auf eine hohe Umwegrentabilität, wenn der Tourismus brummt.

Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von der usbekischen Art and Culture Development Foundation. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit.

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