Der aus der Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ bekannte US-Schauspieler Walter Koenig ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren in seinem Haus im Stadtteil North Hollywood von Los Angeles, wie sein Agent Zachery McGinnis am Montag mitteilte. In „Star Trek„ spielte Koenig den russischen Navigator Pavel Chekov. Daneben trat er in mehreren Kinofilmen auf. Nach Angaben seines Agenten waren seine Tochter und seine Nichte bei ihm, als er starb.

In „Star Trek“ gehörte Chekov als einziges Besatzungsmitglied aus dem kommunistischen Ostblock zum Führungsteam des Raumschiffs. Seine freundliche und hilfsbereite Art sollte zeigen, dass selbst rivalisierende Nationen in der fernen Zukunft zusammenarbeiten könnten. Mit seinem starken russischen Akzent verkörperte Chekov zugleich stereotype russische Eigenschaften wie ausgeprägten Nationalstolz, eine Vorliebe für Poesie und bedingungslose Loyalität.

„Walter war mehr als Chekov“

Die ursprüngliche „Star Trek„-Serie lief von 1966 bis 1969 beim US-Sender NBC. Nach ihrem Ende entwickelte sie ein Eigenleben. Fans, die sich selbst als „Trekkies“ bezeichnen, hielten die Begeisterung für die Serie über Jahrzehnte aufrecht. Es entstanden weitere Fernsehserien mit neuen Besetzungen sowie zahlreiche Fanveranstaltungen, zu denen Tausende Besucher kommen.

Koenig schlüpfte ab 1979 in sieben „Star Trek„-Kinofilmen erneut in die Rolle des Chekov und wirkte auch an zahlreichen weiteren Ablegern mit. Zudem verfasste er das 1980 erschienene Buch „Chekov's Enterprise“. In den 1990er Jahren kehrte er mit gelegentlichen Auftritten in der Science-Fiction-Serie „Babylon 5“ ins Fernsehen zurück.

Sein früherer „Star Trek“-Kollege George Takei zeigte sich bestürzt über Koenigs Tod. „Mein Herz ist schwer“, schrieb er auf der Plattform X. „Walter war mehr als Chekov. Er war ein Schriftsteller, ein Lehrer, ein nachdenklicher Mensch und ein treuer Freund.“

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