In Berlin wurden im vergangenen Jahr fast 38.000 Menschen eingebürgert. Das berichtet der „Tagesspiegel“ mit Verweis auf eine Antwort aus dem Landesamt für Einwanderung (LEA). Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Anzahl an Einbürgerungen damit um 40 Prozent erhöht.

Konkret lauten die Zahlen wie folgt:

Zwischen dem 1. Januar und dem 14. Dezember wurden 37.877 Einbürgerungen in Berlin vollzogen. Für das Gesamtjahr 2025 sei aufgrund der Feiertage mit insgesamt 39.000 - 39.500 Einbürgerungen zu rechnen.

2024 waren es noch 21.811 Menschen, die neu eingebürgert wurden.

„Im Ergebnis haben wir also innerhalb von zwei Jahren die Einbürgerungen in Berlin mehr als vervierfacht“, sagte der Direktor des LEA, Engelhard Mazanke, gegenüber dem „Tagesspiegel“. Das am Anfang des Jahres von ihm ins Auge gefasste Ziel von 40.000 Einbürgerungen sei allerdings mehr oder weniger knapp verfehlt worden.

Das LEA ist in Berlin seit Anfang 2024 für Einbürgerungen zuständig, zuvor waren es die Bezirke. Seitdem sind die Zahlen deutlich gestiegen, unter anderem weil das Amt einen Antragsstau von Zehntausenden Fällen abarbeitet, der in den vergangenen Jahren entstanden war.

Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) ging die gestiegene Zahl auf schnellere digitale Verfahren und bundesgesetzliche Regeln zurück – und nicht auf laschere Prüfungen der Anträge. Das hatte Wegner im Juli bei einem Besuch des Landesamts für Einwanderung betont.

LEA-Direktor Mazanke berichtete gegenüber dem „Tagesspiegel“ jedoch auch von einem „erheblichen Anstieg von Untätigkeitsklagen“ – insgesamt habe es in den ersten elf Monaten des Jahres 1039 solcher Klagen gegeben. Dieses Phänomen sei in ganz Deutschland zu beobachten.

Mazanke argumentierte, dass das mit hohen Rückständen bei Einbürgerungen der vergangenen Jahre zu tun habe. Auch die Staatsangehörigkeitsrechtsreform im Juni 2024, bei der die erforderlichen Aufenthaltszeiten von acht auf fünf Jahre verkürzt wurden, habe dazu beigetragen.

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