US-Präsident Donald Trump und Vertreter der Nato und europäischer Länder haben sich auf ein Abkommen zur Sicherheit Grönlands geeinigt. Die Souveränität der Insel sei kein Thema gewesen, sagte Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Beim EU-Gipfel in Brüssel zeigte sich Europa geeint.

Dieser Liveticker ist beendet. Lesen Sie alles Wichtige zur Grönland-Krise, zum Davos-Treffen und seinen Konsequenzen in unserer großen Analyse.

06:38 Uhr – Trump provoziert Nato beim Schutz der US-Südgrenze

Nach dem Grönland-Streit provoziert Trump die Nato nun zu einem weiteren Thema. In einem Beitrag auf Truth Social kokettiert er mit der Idee, die kollektive Verteidigungspflicht der Nato in Anspruch zu nehmen, um alliierte Truppen entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko zu stationieren.

„Vielleicht hätten wir die Nato auf die Probe stellen sollen: Artikel 5 geltend machen und die Nato zwingen, hierherzukommen und unsere Südgrenze vor weiteren Invasionen illegaler Einwanderer zu schützen, wodurch eine große Anzahl von Grenzschutzbeamten für andere Aufgaben frei geworden wäre“, schrieb er.

Donnerstag, 23. Januar

23:34 Uhr – EU atmet nach Grönland-Streit auf

In Brüssel zeigen sich die Staats- und Regierungschefs der EU erleichtert – ohne sich Illusionen über die transatlantischen Beziehungen hinzugeben. Kanzler Merz sprach in Brüssel von einem „guten Ergebnis“, das in den Gesprächen mit Trump am Vortag in Davos erzielt worden sei. EU-Ratspräsident António Costa sagte, die EU werde weiterhin für ihre Interessen eintreten und sich „gegen jede Form von Erpressung verteidigen“.

22:45 Uhr – Von der Leyen räumt Fehler ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor dem Hintergrund politischer Spannungen mit den USA Fehler der Europäer im Umgang mit Grönland und der Arktis eingeräumt. „Wir haben gemeinsam zu wenig in die Arktis und die Sicherheit der Arktis investiert“, sagte die deutsche Politikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Daher sei es jetzt höchste Zeit, einen Gang höher zu schalten.

19:24 Uhr – Kallas: Beziehungen zwischen EU und USA erleiden „schweren Schlag“

Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den USA erleiden nach den Worten der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas einen schweren Schlag. „Uneinigkeiten zwischen Verbündeten wie Europa und Amerika nützen nur unseren Gegnern, die zuschauen und die Aussicht genießen“, sagt Kallas vor einem Krisentreffen ⁠der EU-Staats- und Regierungschefs.

19:20 Uhr – Elon Musk bricht sein Davos-Tabu – und bringt das wohl radikalste Versprechen mit

Völlig überraschend ist Elon Musk auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos aufgetaucht. Und während viele vom Abgrund sprechen, hat der reichste Mensch der Welt ganz andere Vorstellungen von der Zukunft. Sogar eine Lösung für das Energieproblem präsentiert er.

18:26 Uhr – Dänemark fordert stärkere Nato-Präsenz in Arktis

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen fordert angesichts wiederholter Drohungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönland eine stärkere Präsenz der Nato in der Arktis. „Wir brauchen eine ständige Präsenz der Nato in der Arktis, auch um Grönland herum“, sagt sie ⁠vor einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Es sei für jeden klar, dass Dänemark ein souveräner Staat sei und dies nicht verhandelbar sei.

„Aber natürlich können wir mit den USA erörtern, wie wir unsere gemeinsame Zusammenarbeit bei der Sicherheit in der Arktis stärken können“, fügt sie hinzu. Es gebe jedoch rote Linien für ihr Land. Dazu gehöre die Souveränität Dänemarks, die Teil der demokratischen Grundwerte sei. Die letzten ‍Tage hätten gezeigt, wie stark die EU sei, wenn sie geeint auftrete.

16:44 Uhr – Musk will die Sonne als Energiequelle anzapfen

Für künstliche Intelligenz wird künftig viel Energie benötigt. Strom sei aktuell das Einzige, das die Entwicklung der KI ausbremse. Die benötigten Ressourcen will sich Musk auch von der größten Energiequelle im Sonnensystem holen – der Sonne.

Deshalb habe sein Unternehmen SpaceX bereits viele Satelliten in die Atmosphäre geschickt. Künftig könnten Solar-betriebene KI-Satelliten Energie von der Sonne ziehen. Das funktioniere viel einfacher als auf der Erde.

16:25 Uhr – Roboter laut Musk bald in jedem Haus

Im Gespräch geht es auch um Roboter. Musk wolle nicht in einer Terminator-Dystopie enden, sondern die Zukunft positiv mit den neuen Möglichkeiten gestalten. Er geht davon aus, dass es schon bald in jedem Haushalt Roboter geben wird, die lästige Aufgaben des Alltags erledigen können. Dank Robotik sieht Musk die Menschheit auf ein Zeitalter großen Überflusses zusteuern.

16:15 Uhr – Musk spricht über Zukunft der menschlichen Zivilisation und Aliens

Musk wird laut eigener Aussage oft gefragt, ob es Aliens gibt. Darauf habe er bislang keine Antwort, aber das möchte er herausfinden, unter anderem mit seinem Unternehmen SpaceX.

Das wahre Ziel seiner Unternehmen sei die „Maximierung der Zukunft der menschlichen Zivilisation“, sagte Musk. Dafür müsse die Zivilisation und das menschliche Bewusstsein über die Grenzen der Erde hinausgebracht werden – auch auf andere Planeten wie den Mars.

15:30 Uhr – Elon Musk Überraschungsgast in Davos

Überraschend nimmt Tech-Milliardär Elon Musk am Weltwirtschaftsgipfel teil. Sein Verhältnis zum WEF galt nicht immer als das beste. So stellte Musk 2023 stellte er in einem Beitrag grundsätzlich die Notwendigkeit des Gipfels infrage.

Der Tesla-CEO soll an einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem Chef des Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, teilnehmen.

14:59 Uhr – Trump über Grönland-Pläne: Werden alles kostenlos bekommen

US-Präsident Trump geht bei den erwarteten Gesprächen über Grönland davon aus, dass die USA einen unbegrenzten und dauerhaften Zugriff auf die weltgrößte Insel bekommen. Die Details müssten noch verhandelt werden, sagte er im Gespräch mit dem US-Sender Fox Business. „Aber im Wesentlichen geht es um uneingeschränkten Zugang. Es gibt kein Ende, keine zeitliche Begrenzung.“ Dem Republikaner zufolge solle eine Übereinkunft darauf hinauslaufen, dass die USA „alles bekommen, was wir wollen, kostenlos.“

13:14 Uhr – App zum Boykott von US-Produkten an der Spitze der dänischen Download-Charts

In Dänemark verleitet der Grönland-Konflikt einige Menschen zum Boykott US-amerikanischer Lebensmittel. Apps helfen den Dänen sogar, Produkte aus den USA im Supermarkt zu meiden. Eine dieser Apps ist „UdenUSA“ („Ohne die USA“). Sie schlägt Alternativen vor, mit denen Verbraucher stattdessen europäische Unternehmen unterstützen können. Die Idee scheint auf Anklang zu stoßen: Im dänischen App-Store lag „UdenUSA“ am Donnerstag auf Platz eins der Download-Hitliste der kostenlosen Apps. Auf Platz drei fand sich eine weitere App, die dabei hilft, US-Produkte zu umgehen.

12:15 Uhr – Donald Trump gründet „Friedensrat“ offiziell

Donald Trump hat seinen umstrittenen „Friedensrat“ ins Leben gerufen. Der US-Präsident unterzeichnete auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Gründungsdokument das Gremium, in dem Kritiker einen Angriff auf die Vereinten Nationen sehen. „Wir werden Frieden in der Welt haben – und das wird einfach großartig sein!“, sagte Trump. Unter den ersten Unterzeichnern war neben Ungarn überraschend als weiteres EU-Mitglied auch Bulgarien. Deutschland nimmt nicht teil.

Insgesamt 60 Staaten sollen Einladungen für den „Friedensrat“ erhalten haben. Eingeladen ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Der Kremlchef signalisierte Interesse, betonte aber, die Aufnahmegebühr müsse aus eingefrorenem russischen Vermögen bereitgestellt werden.

12:06 Uhr – Dänemark stellt klar: Rutte kann nicht im Namen Dänemarks verhandeln

Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen hat alleinigen Verhandlungen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit den USA über Grönland eine Absage erteilt. Rutte könne nicht im Namen Dänemarks verhandeln, erklärte Lund Poulsen am Donnerstag im Onlinedienst X. Rutte setze sich aber „loyal“ für die Einheit der Militärallianz ein.

„Wir haben eine klare rote Linie,“ fügte Lund Poulsen mit Blick auf von Rutte und US-Präsident Donald Trump angekündigten Verhandlungen hinzu. „Wir werden die Souveränität über Teile des Königreichs nicht abtreten.“

11:47 Uhr – Grönland veröffentlicht Krisen-Anleitung

Was tun im Ernstfall? Auch wenn Donald Trump auf Militärgewalt verzichten will, hat Grönland eine Anleitung mit Vorbereitungen veröffentlicht, um sich im Notfall fünf Tage selbstständig versorgen zu können. Darin wird zu Knäckebrot, Jagdwaffen, Munition und Bargeldvorräten geraten. Ebenfalls wichtig: Medikamente und ein Erste-Hilfe-Kasten sowie Toilettenpapier, Desinfektion und Damenhygiene. Falls das Stromnetz zusammenbricht, wird zu einer Powerbank geraden und einem Radio mit Batterien oder Handkurbel.

11:27 Uhr – Carlo Masala sieht „enormen Schaden“ für Nato

Der Politikwissenschaftler Carlo Masala glaubt nicht, dass mit der Rede Donald Trumps die US-Besitzansprüche auf Grönland zurückgehen werden. Bei WELT TV sagte er: „Wir haben das letzte Wort zu Grönland nicht gehört.“ So gebe es unterschiedliche Interpretationen dessen, was Mark Rutte und Donald Trump miteinander besprochen hätten. Zugleich komme es bei einer Einigung vor allem auf Dänemark an. „Dieses Veto über ausländische Investitionen in Grönland, das kann ja nur zwischen Dänemark und den USA verhandelt werden. Da hat die Nato letzten Endes überhaupt gar keine Karten im Spiel.“ Er erwarte, dass die USA den Druck erhöhen werden, um zu bestimmten Ergebnissen zu kommen.

Trotz dessen, dass Donald Trump in seiner Rede Gewalt ausgeschlossen hatte, sehe Masala einen großen Schaden: „Der Schaden, der für die Nato entstanden ist, ist enorm. Denn jedem Europäer muss klar sein, man kann sozusagen mit den USA als verlässlichen Partner nicht mehr weiterarbeiten.“

10:56 Uhr – IW-Chef gegen Gold-Rückholaktion aus USA

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält nichts von einer Rückholung des Bundesbank-Goldes aus ⁠den USA. „Logistisch wäre eine Rückholaktion nicht sehr kompliziert. Die Frage ist nur, was man davon hätte: Aus ‍geldpolitischen Gründen kann es sinnvoll sein, das Gold für bestimmte Transaktionen in den USA zu belassen“, sagte Hüther der „Rheinischen Post“.

Am Ende spare die Bundesbank allenfalls ein wenig an den Lagerkosten: „Trump beeindrucken wird man damit sicher nicht“, fügte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts hinzu. Der von Donald Trump losgetretene ⁠Konflikt um die Zukunft Grönlands hatte ⁠eine Debatte über den Umgang mit den deutschen Goldvorräten in den Vereinigten Staaten ausgelöst.

10:36 Uhr – Dänemark: Verhandeln nicht über unsere Souveränität

Dänemark, zu dem Grönland gehört, möchte nicht über Fragen der staatlichen Souveränität verhandeln. Das hat Regierungschefin Mette Frederiksen in einer Mitteilung klargestellt. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach einem Treffen mit Nato-Chef Mark Rutte von einer Verabredung über ein mögliches Abkommen zum Grönland-Konflikt gesprochen.

10:16 Uhr – Merz: „Autokratien mögen Untertanen haben, Demokratien ⁠haben Partner und Freunde"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die USA gemahnt, dass sie mit den europäischen Partner ⁠fairer zusammenarbeiten sollten. „Lassen Sie uns bei allem Frust und Ärger der letzten ‍Monate die transatlantische Partnerschaft nicht voreilig abschreiben“, sagte Merz in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Eine Zusammenfassung der Rede finden Sie in folgendem Artikel:

09:43 Uhr – Rutte sieht „sehr gute Diskussion“

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump in Davos ⁠darüber beraten, wie die transatlantische Allianz die Arktis am besten gegen Russland und China ‍verteidigen kann. Er habe eine „sehr gute Diskussion“ mit Trump darüber geführt, wie die Nato-Verbündeten gemeinsam die Sicherheit in der Arktis gewährleisten könnten, sagte Rutte bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum. Dies schließe nicht nur Grönland ein, sondern alle sieben Nato-Staaten ⁠mit Gebieten in der Arktis.

„Ein ⁠Ergebnis der gestrigen Gespräche ist es, sicherzustellen, dass Chinesen und Russen insbesondere bei Grönland keinen Zugang zur Wirtschaft oder militärischen Zugang zu Grönland erhalten“, sagte Rutte.

09:09 Uhr – China weist Nato-Darstellung zurück

China hat die Darstellung der Nato als haltlos zurückgewiesen, dass die Volksrepublik eine Bedrohung für Grönland sei. „Die sogenannte chinesische Bedrohung“ sei unbegründet, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. China verwehre sich gegen ‍grundlose Behauptungen und dagegen, als Vorwand für eigennützige Zwecke instrumentalisiert zu werden. Die Nato hatte mitgeteilt, Verhandlungen mit den USA über Grönland zielten darauf ab sicherzustellen, dass Russland und China auf der Insel nicht Fuß fassen könnten.

09:07 Uhr – Lindsey Graham: „Unkonventionellste Rede seit Kennedy“

Der republikanische Senator Lindsey Graham hat die Rede Donald Trumps in Davos in einem Post auf X als die „unkonventionellste und zugleich folgenreichste Rede eines Präsidenten seit John F. Kennedys Rede vor der Berliner Mauer“ bezeichnet. Trump habe zu Recht davon Abstand genommen, Gewalt anzuwenden, um in den Besitz Grönlands zu kommen. Er habe überzeugend dargelegt, dass die rechtliche Übertragung des Eigentumsrechts Grönlands an die USA die Verteidigungsfähigkeit seines Landes verbessern werde. Die Übertragung werde jedoch nicht nur den USA, sondern auch der Nato sowie Europa nutzen. „An meine europäischen Freunde: Hört auf das, was Trump gesagt hat und entscheidet euch weise“, schreibt er.

08:46 Uhr – Klingbeil mahnt zur Vorsicht

Vize-Kanzler Lars Klingbeil warnt vor zu großem Optimismus nach der angeblichen Beilegung des ⁠Streits mit US-Präsident Donald Trump um die Aneignung von Grönland. Nach dem „Hin und Her“ der vergangenen ‍Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef am Mittwochabend im ZDF. „Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.“ Er ⁠wolle die genauen Absprachen erst „schwarz auf ⁠weiß“ sehen.

06:43 Uhr – US-Gouverneur von Davos-Veranstaltung ausgeladen

Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sagte, ihm sei nach Druck seitens des Weißen Hauses der Zutritt zu einer Veranstaltung am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos verwehrt worden, was den Streit zwischen Präsident Donald Trump und einem seiner prominentesten demokratischen Kritiker weiter verschärfte.

Newsom war eingeladen worden, bei einer Veranstaltung im USA House, einem Veranstaltungsort, an dem US-Unternehmen in Davos präsentiert werden, zu sprechen, teilte sein Büro in einem Beitrag auf X mit. Das USA House habe „auf Druck des Weißen Hauses und des Außenministeriums” seinen Zutritt zu dem Bereich beschränkt, so sein Büro.

Über den Rückzieher des US-Präsidenten bei den für den 1. Februar angekündigten Strafzöllen schrieb Newsom am Abend: „Taco“. Die „Taco-Theorie“ beschreibt eine Politik des US-Präsidenten, wonach dieses „immer einen Rückzieher mache“ („Trump Always Chickens Out“).

04:21 Uhr – Mittelweg oder Militärintervention? Bericht über Streit in Trumps Team

Donald Trumps Vorgehen in der Grönland-Frage hat einem Medienbericht zufolge zu erheblichen Spannungen unter seinen engsten Beratern geführt. Demnach drängten Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio auf einen diplomatischen ⁠Mittelweg. Dagegen sei ⁠der stellvertretende Stabschef Stephen Miller offen dafür gewesen, eine Annexion und den Einsatz militärischer Gewalt als Optionen beizubehalten, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei Quellen im Weißen Haus. Die Idee, Strafzölle als Druckmittel einzusetzen, sei von Handelsminister Howard Lutnick gekommen.

03:17 Uhr – Bayer-Manager fürchtet wirtschaftliche Kluft zu den USA

Der Zerfall des transatlantischen Wirtschaftsraums wäre nach Einschätzung von Bayer-Cheflobbyist Matthias Berninger eine der größten wirtschaftlichen Gefahren für Europa. „Wenn das Wort ‚trans‘ bei ‚transatlantisch‘ gestrichen wird, wäre das ein großes Problem“, sagte Berninger mit Blick auf aktuelle Konflikte zwischen Europa und den USA der Deutschen Presse-Agentur. Die Kombination beider Wirtschaftsräume sei entscheidend für globales Gewicht.

01:24 Uhr – Souveränität Grönlands sei kein Thema gewesen, sagt Rutte

Nato-Generalsekretär Mark Rutte kommentiert die Einigung zu Grönland im US-Sender Fox News. Er halte das für ein „sehr gutes Ergebnis“, sagte Rutte und schob nach: „Es gibt noch viel zu tun.“ Die Gespräche zwischen den USA, Grönland und Dänemark würden fortgesetzt. Die Frage der Souveränität Grönlands sei nicht aufgekommen, sagte Rutte.

Vielmehr konzentriere Trump sich auf den Schutz der „riesigen arktischen Region“, sagte Rutte. Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.

23:50 Uhr – WELT kennt Details des Grönland-Abkommens

Wenige Stunden nach seiner Rede in Davos kündigt der US-Präsident eine grundsätzliche Einigung in der Grönland-Frage an. Vier Säulen sollen den Konflikt befrieden. WELT nennt die Details.

22:05 Uhr – Rutte bestätigt Trumps Angaben zu Grönland-Abkommen

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen bestätigt. Was Trump mitgeteilt habe, sei völlig korrekt, sagte der Niederländer am Rande von Gesprächen beim Weltwirtschaftsforum in Davos der ARD. Details wollte er allerdings nicht nennen. Er sagte lediglich, es werde weitere Gespräche geben.

Eine Sprecherin des Nato-Generalsekretärs ergänzte wenig später, Rutte habe ein sehr produktives Treffen mit Trump zur Sicherheit in der Arktisregion gehabt. Die Gespräche unter den Nato-Verbündeten über den vom Präsidenten erwähnten Rahmen würden sich nun darauf konzentrieren, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island.

„Die Verhandlungen zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten werden fortgesetzt – mit dem Ziel sicherzustellen, dass Russland und China in Grönland niemals Fuß fassen, weder wirtschaftlich noch militärisch“, sagte sie.

21:27 Uhr – Trump: Grönland-Einigung ist „für die Ewigkeit“

US-Präsident Donald Trump bezeichnet die geplante Rahmenvereinbarung zu Grönland als langfristiges Abkommen. „Das ist für die Ewigkeit“, sagt Trump dem Sender CNBC. Die Einzelheiten der „etwas komplexen“ Übereinkunft würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Trump nahm zuvor überraschend von seinen Zolldrohungen Abstand und stellte eine Einigung zur Beilegung des Streits in Aussicht.

21:16 Uhr – Auch Dänemark erleichtert über geplanten Grönland-Kompromiss

Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich erleichtert über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Handelsstreit zu beenden. „Der Tag endet besser, als er begonnen hat“, sagt der Minister. Es sei positiv, wenn dies bedeute, dass man zu normaleren Kommunikationskanälen als der Online-Plattform Truth Social zurückkehren könne. Wichtig sei zudem, dass eine Lösung gefunden werde, die die Menschen in Grönland respektiere. Dänemark wolle ⁠auf die Bedenken der USA eingehen.

20:58 Uhr – Schweden erleichtert über Trumps Verzicht auf Zölle

Die schwedische Außenministerin Maria Stenergard erklärt auf X, es sei gut, dass US-Präsident Donald Trump nun auf Strafzölle gegen die europäischen Länder verzichte, die Dänemark und Grönland unterstützt hätten. So wie es aussehe, habe die Zusammenarbeit der Unterstützer Dänemarks Wirkung gezeigt.

20:48 Uhr – Die Chefverhandler des Grönlandabkommens stehen teilweise fest

US-Präsident Donald Trump kündigt an, dass der Grönland-Kompromiss von Vizepräsident J.D. Vance, Außenminister Marco Rubio, dem Sondergesandten Steve Witkoff und mehreren anderen Personen ausgehandelt werden soll. Laut Trump liege bereits eine Rahmenvereinbarung vor.

20:35 Uhr – Rahmenabkommen zu Grönland erzielt, angedrohte Strafzölle abgesagt

US-Präsident ⁠Donald Trump zufolge ‍ist ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung zu ⁠Grönland erzielt ⁠worden. Daher will Trump seine Drohung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar doch nicht wahr machen. Zur Begründung verwies Trump in seinem Post auf der Plattform Truth Social darauf, dass basierend auf einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

18:04 Uhr – Dänemark lehnt Gespräche über US-Übernahme Grönlands ab

Dänemark hat Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach Verhandlungen über eine Übernahme Grönlands klar zurückgewiesen. Außenminister Lars Løkke Rasmussen sagte, sein Land werde an keinen Gesprächen teilnehmen, die auf der Aufgabe grundlegender Prinzipien beruhten, und schloss eine Übergabe des zum dänischen Königreich gehörenden Gebiets an die USA kategorisch aus, nachdem Trump seine Ansprüche beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneuert hatte.

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