Die neue Chefin des DGB Sachsen, Daniela Kolbe, kritisiert die Pläne des CDU-Wirtschaftsflügels, den Rechtsanspruch auf Teilzeit massiv einzuschränken. Es sei gefährlich, was der Wirtschaftsflügel der CDU hier mache, erklärte Kolbe bei MDR AKTUELL. Konkret kritisierte Kolbe die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, und warf ihr vor, keine Ahnung von der Lebensrealität vieler Menschen – etwa in der Pflege – zu haben.
Sie vertraue aber drauf, dass das Einzelstimmen in der CDU bleiben würden, sagte Kolbe. Früher sei die CDU stolz auf die soziale Marktwirtschaft gewesen. Einige in der Partei versuchten nun, das "sozial" zu streichen. Kolbe hoffe, dass der CDU-Arbeitnehmerflügel die neuen Teilzeit-Pläne nicht unterstützen wird.
DGB kündigt Widerstand gegen Veränderungen im Arbeitsrecht an
Im Zuge der Wirtschaftskrise werde alles an Rechten der Beschäftigten und das Sozialsystem in Frage gestellt, kritisierte Kolbe. Kolbe kündigte den Widerstand des DGB gegen Veränderungen im Arbeitsrecht und Gesundheitswesen an.
Die Mittelstandsvereinigung der CDU will das gesetzliche Recht auf Teilzeitarbeit einschränken. "Der Rechtsanspruch auf (Brücken-)Teilzeit soll zukünftig nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten", heißt es im Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar.
MDR(jes)
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