Die AfD bleibt laut aktueller Insa-Umfrage in Sachsen-Anhalt mit 39 Prozent klar stärkste Kraft. Gegenüber der letzten Erhebung vom Oktober 2025 (40 Prozent) verliert sie zwar einen Punkt, liegt aber weiterhin 13 Prozentpunkte vor der CDU, die bei 26 Prozent stagniert.
Deutlich abgeschlagen folgen Die Linke mit 11 Prozent (unverändert) und die SPD mit 8 Prozent (+2). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 6 Prozent, Grüne und FDP erreichen 3 bzw. 2 Prozent und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die sonstigen Parteien liegen bei 5 Prozent. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird am 6. September 2026 stattfinden.
Insgesamt entfallen somit rund zehn Prozent der Stimmen auf Parteien, die nicht in den Landtag einziehen würden – was die rechnerische Schwelle für eine parlamentarische Mehrheit auf etwas über 45 Prozent senkt. Diese könnte derzeit – ohne die AfD – nur durch ein Bündnis aus CDU, SPD und Linken erreicht werden.
AfD hätte noch mehr Potenzial
Die AfD hat laut Umfrage zudem weiteres Potenzial: Sieben Prozent der Befragten gaben an, sich grundsätzlich vorstellen zu können, die Partei künftig zu wählen. Sollte sie dieses Reservoir ausschöpfen, könnte selbst eine erweiterte Koalition mit dem BSW notwendig werden – eine rechnerische Mehrheit jenseits der AfD wäre dann noch schwerer vorstellbar.
Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl hat Sachsen-Anhalt seit Mittwoch auch einen neuen Ministerpräsidenten. Der CDU-Politiker Sven Schulze wurde im Magdeburger Landtag zum Nachfolger des langjährigen Regierungschefs Reiner Haseloff (CDU) gewählt. Noch ist unklar, wie sich dies auf die Wahlen auswirkt und ob sich Schulze in den nächsten Monaten einen Amtsbonus erarbeiten kann.
Die Insa-Umfrage wurde im Auftrag des Portals Nius vom 20. bis 27. Januar 2026 unter 1000 Wahlberechtigten online erhoben. Die maximale statistische Fehlertoleranz beträgt ±3,1 Prozentpunkte.
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