Inhalt des Artikels:
- Wo in Sachsen die Arbeit ruht
- Warnstreiks auch in Sachsen-Anhalt
- Wo in Thüringen gestreikt wird
- Warum es die Warnstreiks gibt
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen sich am heutigen Dienstag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Dienst einstellen. Denn die Gewerkschaften Verdi und die für Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben die Beschäftigten der Länder zu landesweiten Warnstreiks aufgerufen.
Wo in Sachsen die Arbeit ruht
In Sachsen sind nach Angaben der Gewerkschaft Verdi unter anderem Landesbehörden und Studentenwerke von dem Ausstand betroffen. Auch an den Universitäten und Hochschulen in Dresden und Chemnitz kann es zu Ausfällen und eingeschränkten Angeboten kommen.
Betroffen sein sollen auch Einrichtungen in Meißen, Bautzen, Görlitz, im Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und im Vogtlandkreis sowie in Chemnitz und Dresden, hier etwa die Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek. An der Uniklinik Leipzig gab es bereits am Montag einen Warnstreik.
Warnstreiks auch in Sachsen-Anhalt
Auch in Sachsen-Anhalt riefen die Gewerkschaften zu Warnstreiks in Verwaltungen, an Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf. Wie der Verdi-Bezirk Sachsen-Anhalt Süd mitteilte, sind davon die Landesverwaltung, die Martin-Luther-Universität, die Hochschule Merseburg, das Uniklinikum Halle und die Franckeschen Stiftungen betroffen.
Die GEW rief Lehrkräfte und Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Magdeburg, in den Altmarkkreisen Salzwedel und Stendal sowie in der Börde, im Jerichower Land, im Salzlandkreis, im Harz und im Kreis Anhalt-Bitterfeld zu den befristeten Ausständen auf.
Wo in Thüringen gestreikt wird
In Thüringen hat die GEW an allen Bildungseinrichtungen zum landesweiten Warnstreik aufgerufen. Beschäftigte aus Schulen, Horten, Universitäten und Hochschulen sowie aus Kindergärten des Studierendenwerks sollen demnach zu einer zentralen Kundgebung und Demonstration in Jena kommen. Verdi rief zu einem weiteren Warnstreik am Universitätsklinikum in Jena auf. Dabei sollen jedoch Notdienste den Dienstag über abgedeckt sein.
Warum es die Warnstreiks gibt
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro im Monat. Bereits Ende Januar hatten beide Gewerkschaften mit Warnstreiks an Schulen und Hochschulen den Druck erhöht. Die Arbeitgeber in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben die Ausweitung der Arbeitsniederlegungen kritisiert und zuletzt auf bereits vorgelegte Eckpunkte für mögliche Entgelterhöhungen verwiesen. Die nächste Verhandlungsrunde darüber ist für den Mittwoch dieser Woche in Potsdam geplant.
dpa / MDR (dni, ksc)
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