Die US-Regierung hat die Elite-Universität Harvard verklagt, um die Herausgabe von Dokumenten zu ihrem Zulassungsverfahren zu erzwingen. Damit solle geprüft werden, ob die Hochschule die Hautfarbe von Bewerbern berücksichtigt habe, teilte das Justizministerium am Freitag mit. Die Regierung Trump hat Harvard wiederholt vorgeworfen, bestimmte Minderheiten beim Zulassungsprozess besonders zu berücksichtigen.
Harvard habe die Herausgabe von wichtigen Daten und Dokumenten wiederholt verschleppt, erklärte das Ministerium. Dabei gehe es unter anderem um Unterlagen zu Richtlinien und Korrespondenzen im Zusammenhang mit verbotenen Programmen zur Förderung von Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI). Die Klage diene ausschließlich dazu, Harvard zur Herausgabe der Dokumente zu zwingen.
Die Klage ist der jüngste Schritt in einer umfassenden Kampagne der Regierung von Präsident Donald Trump gegen führende US-Universitäten. Die Regierung droht Harvard und mehreren anderen Hochschulen mit dem Entzug von Bundesmitteln. Dabei geht es unter anderem um propalästinensische Proteste gegen den Krieg Israels in Gaza, um Diversitätsprogramme sowie um die Politik im Umgang mit Transgender-Personen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung versucht, Fördergelder für Forscher der Universität zu streichen, woraufhin Harvard klagte. Trumps Versuche, Bundesmittel für die Universität einzufrieren, stießen jedoch auf rechtlichen Widerstand. Eine Einigung zwischen beiden Seiten gibt es bislang nicht.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.