US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Krieg mit dem Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus.

Danach sei es „nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen“ nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor.

Zuvor hatte Trump in einem Interview mit der WELT-Partnerpublikation „Politico“ betont: Die iranische Führung werde nicht die letzte Regierung sein, die in einem von ihm angestoßenen Konflikt nachgeben müsse: „Auch Kuba wird fallen.“

Er erklärte, die USA hätten Kuba wirtschaftlich stark unter Druck gesetzt, unter anderem durch Maßnahmen gegen Lieferungen aus Venezuela. „Wir haben sämtliches Öl und alles Geld abgeschnitten – alles, was aus Venezuela kam, das ihre einzige Quelle war. Und jetzt wollen sie einen Deal machen“, sagte er.

Der Präsident deutete an, dass die wirtschaftliche Lage auf der Insel auch Folge des US-Drucks sei. „Das passiert wegen meiner Intervention“, sagte Trump. Ohne diese Maßnahmen hätte Kuba „dieses Problem offensichtlich nicht“.

Auf die Frage, ob die Vereinigten Staaten eine Rolle beim möglichen Zusammenbruch der kubanischen Regierung spielten, antwortete Trump: „Was glauben Sie denn?“ Trump bestätigte außerdem, dass Washington derzeit mit der kommunistischen Führung in Kuba in Kontakt steht.

Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Kuba mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern ist auf Öl zur Stromversorgung angewiesen. Trump drohte zudem mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Daraufhin stellte Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, seine Lieferungen ein.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt beim ursprünglichen Autor. Die erneute Veröffentlichung dieses Artikels dient ausschließlich der Informationsverbreitung und stellt keine Anlageberatung dar. Bei Verstößen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Wir werden bei Bedarf Korrekturen oder Löschungen vornehmen. Vielen Dank.