Gut zwei Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Schweiz weitet die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchung aus. Ermittelt wird nun auch gegen den Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Féraud, wie die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis bestätigt. Ebenso neu im Visier der Justiz sind vier weitere Personen, die für Brandschutz und Sicherheit zuständig sind oder waren. Zuerst hatte die Zeitung „24 heures“ darüber berichtet.
Es geht um die Straftatbestände fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung. Dies gilt auch für die bereits früher benannten Beschuldigten: die Betreiber der Bar, in der der verheerende Brand ausgebrochen war, Jacques und Jessica Moretti, und zwei Sicherheitsverantwortliche.
Durch den Brand in der Bar Le Constellation in der Neujahrsnacht waren 41 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 80 überwiegend schwer verletzt worden. Funkensprühende Partyfontänen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Für solche Fontänen gilt künftig in öffentlich zugänglichen Räumen in der ganzen Schweiz ein Verbot.
Bei den Ermittlungen soll insbesondere geklärt werden, ob die Eigentümer der Bar und die Verantwortlichen der Gemeinde gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde räumte bereits ein, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten, obwohl diese jedes Jahr vorgeschrieben sind.
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