In der russischen Stadt Brjansk sind nach russischen Angaben mehrere Menschen bei einem ukrainischen Raketenangriff getötet worden. Sechs Zivilisten seien ums Leben gekommen und 37 weitere verletzt worden, schrieb der Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Bogomas, bei Telegram. Er warf der Ukraine Terror vor. Brjansk liegt nur knapp 100 Kilometer von der Grenze entfernt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von völlig gerechtfertigten Reaktionen. Eine der wichtigsten russischen Militärfabriken in Brjansk sei getroffen worden, erklärte er in einer Videobotschaft. Die Fabrik stelle Elektronik und Teile für russische Raketen her. Mit den Raketen greife Russland Städte, Dörfer und die Zivilbevölkerung der Ukraine an. „Wir verteidigen uns“, sagte Selenskyj. Moskau habe die Möglichkeit, den Krieg, den es begonnen habe, zu beenden.

Der Generalstab in Kiew veröffentlichte ein Video, das den Angriff zeigen soll. Die ukrainische Armee attackierte den Angaben zufolge mit Marschflugkörpern vom Typ Storm Shadow die Fabrik. Diese sei wichtig für die Produktion russischer Waffen, unter anderem für Bauteile der Iskander-Raketen, die Russland regelmäßig in der Ukraine einsetze, erklärte der Generalstab.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

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