Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat eine Ausweitung des israelischen Territoriums auf ​große Bereiche des Südlibanon gefordert. Die neue israelische Grenze müsse der Fluss ⁠Litani sein, sagte der Politiker am Montag in einem Radiointerview. Smotrich, der einer kleinen rechtsextremen Partei angehört, erhebt oft Forderungen, die nicht der Regierungslinie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entsprechen. Eine Stellungnahme von Netanjahus Büro liegt bislang nicht ⁠vor.

Israel treibt ​seit einigen ‌Tagen eine Offensive im Süden des Libanon voran. Damit soll verhindert werden, dass die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz den Norden Israels angreifen kann. Wie ein Militärvertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte, beschränken die israelischen Bodentruppen ihre Einsätze jedoch auf Gebiete nahe der Grenze und weit ‌entfernt vom Litani. Allerdings hat die Luftwaffe ⁠Brücken ​über den Fluß bombardiert und Evakuierungen in der Region angeordnet.

Verteidigungsminister Israel Katz ⁠hatte in diesem Monat bereits angedeutet, dem Libanon drohe ein Gebietsverlust, sollte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz nicht entwaffnet werden. ‌Israelische Truppen hatten ⁠den Südlibanon ‌bereits ​einmal von 1982 ⁠bis 2000 ​besetzt. Damals sollte das Gebiet als Pufferzone Schutz vor ‌Angriffen ​auf israelisches Territorium bieten.

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