Wegen gestiegener Fernwärme-Heizkosten wird die zentral gelegene Chemnitzer Stadtkirche St. Petri vorerst nicht für Veranstaltungen genutzt. Nach einer Umstellung der Verträge seitens des Energieversorgers hätten sich die Preise vervielfacht, sagte der evangelische Chemnitzer Superintendent Frank Manneschmidt am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst. Zuvor hatte die „Freie Presse“ berichtet.

Die Gemeinde von Schlosskirche und St. Petrikirche erklärte, dass die Heizkosten für die Schlosskirche jetzt teurer seien als zuvor die Kosten für beide Kirchen zusammen. Daher habe der Kirchenvorstand aus finanziellen Gründen entschieden, die Heizungsanlage der St. Petrikirche stillzulegen, die mitten im Stadtzentrum liegt.

In der kalten Jahreszeit könnten damit keine Konzerte mit professionellen Musikern mehr stattfinden. Die Instrumente benötigten eine bestimmte Mindesttemperatur, die vertraglich vereinbart werde.

Temperaturbedingt werde es in diesem Jahr auch keine Ostergottesdienste in St. Petri geben. Die Gemeinde nutzt dafür die kleinere Schlosskirche. Ob in Chemnitz künftig Gottesdienste in unbeheizten Kirchenräumen gefeiert werden, sei noch offen.

Allein die jährliche Grundpauschale, die unabhängig vom Verbrauch zu leisten ist, beträgt den Angaben zufolge jetzt etwa das Drei- bis Vierfache der bisherigen Heizkosten. Dieses Preismodell sei für Kirchengemeinden „höchst unwirtschaftlich, da sie nur etwa 20 bis 40 Tage im Jahr heizen“. Betroffen sind in Chemnitz vier große Stadtkirchen, die mit Fernwärme beheizt werden.

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