• Der Preis für das Deutschlandticket wird nicht mehr von der Politik vorgegeben.
  • Stattdessen soll das Ticket nach einer Formel berechnet werden.
  • Der künftige Preis steht noch nicht fest.

Der Preis des Deutschlandtickets wird künftig anders berechnet. Das haben die Verkehrsminister von Bund und Ländern beschlossen. Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, sagte, der Preis werde künftig nicht mehr politisch festgelegt.

Ticketpreis berechnet sich künftig nach "komplizierter Formel"

Stattdessen gebe es eine "komplizierten Formel" für die Preisberechnung, die unter anderem Personal- und Energiekosten berücksichtige, sagte Bernreiter.

Die Preisgrundlage setzt sich wie folgt zusammen:

  • Personalkosten (55 Prozent)
  • Energiekosten (20 Prozent)
  • allgemeine Kosten (25 Prozent)

Dämpfungsfaktor soll Preis des Deutschlandtickets regulieren

Ab 2028 soll es den Angaben zufolge einen Dämpfungsfaktor geben, der höhere Verkaufszahlen beim Ticket berücksichtigen soll. Dieser Faktor könnte den Preisanstieg des Tickets eindämmen.

Dass der Preis für das Deutschlandticket bei geringeren Kosten sinkt, ist aber nicht vorgesehen. Dann soll der Preis dem Beschluss zufolge unverändert bleiben. Derzeit kostet das Deutschlandticket 63 Euro im Monat.

Hüskens: Genauer Ticketpreis noch unklar

Das Ticket wieder günstiger zu machen, ist Sachsen-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens zufolge keine Option. "Ich glaube, hier ist es wichtiger, an der Zapfsäule zu entlasten". Als Beispiel nennt sie eine vorrübergehende Steuersenkung wie 2022.

Wie teuer das Deutschlandticket im kommenden Jahr sein wird, soll demnach spätestens Ende September feststehen. Landesinfrastrukturministerin Hüskens sagte dem MDR, eine Prognose sei noch nicht möglich: "Das kann aktuell niemand sagen, weil wir nicht über einen Preis, sondern darüber geredet haben, wie der Preis in Zukunft gebildet wird."

Das ganze Interview zum Nachhören:

MDR (bm, akq)

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