Der langjährige Vizechef der FDP, Wolfgang Kubicki, will für den Bundesvorsitz der FDP kandidieren. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Kubicki selbst.

Gegenüber der Zeitung sagte er: „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen. Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.“

Er setze auf eine Mobilisierung der Basis und sehe sich als Garant dafür, dass die FDP wieder als eigenständige Kraft wahrgenommen werde, die für wirtschaftliche Vernunft und individuelle Freiheit steht. „Deshalb werde ich den Delegierten meiner Partei im Mai ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen“, sagte er gegenüber „Bild“.

Die FDP war im vergangenen Jahr aus dem Bundestag und in den vergangenen Wochen aus den Landtagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz geflogen. Parteichef Christian Dürr erklärte nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen seinen Rücktritt. Zugleich kündigte er aber an, bei der Neuwahl der FDP-Spitze auf dem Bundesparteitag im Mai erneut für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Auch der NRW-Landeschef der FDP, Henning Höne, tritt zur Wahl an.

Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann brachte sich für eine Doppelspitze ebenfalls ins Spiel, zog ihre Bewerbung allerdings zurück. Die für eine Doppelspitze erforderliche Zweidrittelmehrheit sei eine sehr hohe Hürde, erklärte sie auf X. „Nach vielen Gesprächen ist eher nicht davon auszugehen, dass sich in der Partei aktuell eine solche Mehrheit findet.“

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