In Rumänien ist im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine Drohne abgestürzt. Das Geschoss ging über der Grenzstadt Galati nieder und traf das Nebengebäude eines Wohnhauses sowie einen Strommast, wie das rumänische Verteidigungsministerium mitteilte. Verletzt wurde niemand, die Schäden seien als gering zu bezeichnen, hieß es in der Mitteilung weiter.
Die Drohne sei mit Sprengstoff beladen gewesen, gab der Katastrophenschutz in Galati bekannt. Um sie sicher zu bergen und den nicht explodierten Sprengkörper zu entschärfen, wurden alle Menschen im Umkreis von 200 Metern um die Absturzstelle vorläufig evakuiert. In der Folge machte das Militär das Drohnenfragment durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich.
Die Polizei evakuierte alle Menschen im Umkreis von 200 Metern um die AbsturzstelleGalati liegt an der Donau, die an dieser Stelle die Grenze zur Ukraine bildet. Den Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums zufolge war die Drohne Teil eines Drohnenschwarms, der zivile Ziele auf der ukrainischen Seite der Grenze angriff. Zwei britische Kampfjets, die auf dem rumänischen Luftstützpunkt Fetesti stationiert waren, stiegen auf, wie es hieß. Der Pilot des einen Flugzeugs habe die Genehmigung zum Abschuss einer der Drohnen über ukrainischem Gebiet erhalten.
Rumänischer Präsident verurteilt russisches Vorgehen
Der rumänische Staatspräsident Nicusor Dan verurteilte das „unverantwortliche Vorgehen“ der russischen Streitkräfte aufs Schärfste. „Derartige Vorfälle (...) zeugen von der Missachtung des Völkerrechts und gefährden die Sicherheit der Bürger Rumäniens, eines Nato-Mitgliedslandes“, hieß es in seiner Stellungnahme, die das Präsidialamt in Bukarest verbreitete.
Russland greift immer wieder den ukrainischen Donauhafen Reni an, der Galati gegenüberliegt. Dabei kommt es gelegentlich vor, dass Drohnen oder Drohnenteile über rumänischem Gebiet niedergehen. Der Vorfall in der Nacht zum Samstag gilt als der erste, bei dem Sachwerte beschädigt wurden.
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