Für die Unterbringung von Asylsuchenden in Hotels hat die Stadt Hamburg im vergangenen Jahr rund 160 Millionen Euro ausgegeben. Im Vergleich zu 2024 sind die Kosten um annähernd 30 Millionen Euro gesunken, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Die Zahlen setzen sich aus den Beherbergungs- und Cateringkosten zusammen. Zuerst hatte das Onlineportal „Nius“ berichtet.

Laut Senat hat die Stadt erstmals Ende Februar 2022 ein Hotel zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Seitdem seien weitere Standorte hinzugekommen. Die Gesamtausgaben hätten sich in dem Zeitraum auf annähernd 600 Millionen Euro summiert.

Der haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas Reich, kritisierte, Asylausgaben verursachten immer größere Haushaltslöcher.

Vom Senat hieß es, die Unterbringungskapazitäten hätten wegen des russischen Angriffskriegs erheblich ausgebaut werden müssen. Die zuständige Behörde verfolge das Ziel, die Asylsuchenden anderweitig unterzubringen.

Berlin will weg von der Unterbringung in Hotels

Für Berlin gibt es keine direkten Vergleichszahlen der Ausgaben. Die Hauptstadt hatte für den Jahresverlauf 2025 laut Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin (LAF) rund 3300 bis 3500 Personen in Hostels oder Hotels untergebracht. Zuletzt sagte Berlins Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe, Berlin habe 20 Hotels angemietet. „Ich habe immer wieder gesagt: Für das Land Berlin ist es kostengünstiger, wenn wir die Menschen in dezentralen Unterkünften unterbringen – ob in Containern oder in Gebäuden“, sagte Kiziltepe.

„Ich befürchte, die Unterbringung in Hotels und Hostels könnte ein Fall für den Landesrechnungshof werden.“ Denn in einem Hostel koste ein Platz durchschnittlich 60 Euro pro Tag und Person. In einem Containerdorf seien es 20 Euro.

Zu den Gesamtkosten nennt Berlin für 2025 nur allgemeine Zahlen: Zwischen 2022 und 2025 hätten sich die Gesamtkosten für Unterbringung, Versorgung und Integration von Geflüchteten in Berlin auf 2,24 Milliarden Euro summiert.

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