Zweimal innerhalb von zwei Tagen hat die österreichische Luftwaffe Kampfjets aufsteigen lassen, nachdem Flugzeuge der US-Luftwaffe ohne gültige Überfluggenehmigung im Luftraum des neutralen Landes entdeckt wurden. Bundesheer-Sprecher Michael Bauer machte den Vorfall auf X öffentlich – das Schweizer Nachrichtenportal „20 Minuten“ berichtete darüber.
Demnach seien am Sonntag zwei Kleinflugzeuge des Typs PC12 – bei der US-Luftwaffe unter der Bezeichnung U-28A im Einsatz – in der Region Totes Gebirge in Oberösterreich ohne die erforderlichen Genehmigungen unterwegs gewesen. Als österreichische Eurofighter die Maschinen abfingen, hätten diese abgedreht und seien anschließend nach München zurückgekehrt.
Am Montag wiederholte sich der Vorfall. Erneut wurden zwei PC12 der US-Luftwaffe im österreichischen Luftraum entdeckt, wieder stiegen Eurofighter auf, um die Maschinen zu identifizieren. Ob die Flugzeuge dieses Mal über die nötigen Genehmigungen verfügten, sei laut Bauer noch unklar – im Gegensatz zum Vorfall vom Sonntag, bei dem das Fehlen der Genehmigungen bestätigt worden sei.
Klärung auf diplomatischem Weg
Welche Konsequenzen die Vorfälle haben werden, lasse das Bundesheer derzeit offen. Laut „20 Minuten“ erklärte Sprecher Bauer, die Folgen würden über diplomatische Kanäle geklärt.
Verletzungen des Schweizer Luftraums durch US-Militärflugzeuge habe es in letzter Zeit keine gegeben, schreibt das Schweizer Nachrichtenportal weiter. In den vergangenen drei Tagen hätten insgesamt neun bewilligte Überflüge der US-Luftwaffe über die Schweiz stattgefunden.
Die PC12 werden bei der US-Luftwaffe vor allem als Aufklärungs- und Überwachungsflugzeuge eingesetzt. Auch bei der Spezialeinheit AFSOC kommen die vom Schweizer Hersteller Pilatus produzierten Maschinen zum Einsatz. In seltenen Fällen dienen sie zudem als mobile Kommunikationsrelais oder Transportflugzeuge.
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