Das US-Verteidigungsministerium hat den Standort eines mit Nuklearwaffen bestückten Atom-U-Boots der Ohio-Klasse bekannt gegeben – einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump das jüngste Friedensangebot des Iran als „völlig inakzeptabel“ zurückgewiesen hatte. Das U-Boot legte am Sonntag im Hafen von Gibraltar an, einer britischen Exklave an der Südspitze Spaniens. Den Namen des U-Boots gab das Pentagon nicht bekannt, berichtet das US-Magazin „The Hill“.
Normalerweise hält das Pentagon die genauen Positionen seiner Atom-U-Boote streng geheim. Die Offenlegung gilt daher als ungewöhnlicher Schritt. Die Sechste Flotte erklärte laut „The Hill“, der Hafenbesuch zeige „die Fähigkeit, Flexibilität und das anhaltende Engagement der USA gegenüber seinen Nato-Verbündeten“.
Die U-Boote der Ohio-Klasse gelten als zentraler Bestandteil der nuklearen Abschreckung der USA. Sie sind rund 170 Meter lang und gut zwölf Meter breit. An Bord arbeiten etwa 15 Offiziere und 140 weitere Crewmitglieder.
Angetrieben von einem Druckwasserreaktor mit rund 60.000 PS können die U-Boote je nach Version entweder 24 ballistische Interkontinentalraketen des Typs Trident II tragen – mit einer Reichweite von bis zu 13.000 Kilometern – oder laut „The Hill“ auch mehr als 150 Marschflugkörper.
Trumps Absage an den Iran
Die Bekanntmachung des U-Boot-Standorts fällt in eine angespannte Phase der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Trump bezeichnete den aktuellen Waffenstillstand mit dem Iran als „unglaublich schwach“. Zuvor hatte der Iran ein Gegenangebot vorgelegt, das dem Bericht zufolge weitreichende Forderungen enthielt: Kriegsreparationen, die Anerkennung iranischer Kontrolle über die Straße von Hormus sowie ein Ende der US‑Sanktionen. Trump wies den Vorschlag als „völlig inakzeptabel“ zurück.
Der Iran weigere sich weiterhin, sein Atomprogramm aufzugeben oder angereichertes Uran abzugeben. Trump hatte mehrfach gewarnt, er werde Militäroperationen gegen das Regime wieder aufnehmen, falls keine Einigung erzielt werde.
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