Die lettischen Streitkräfte haben am Dienstag vor einer möglichen Gefahr im Luftraum des Landes gewarnt. Betroffen seien nach Angaben des Militärs insbesondere die Bezirke Krāslava, Preiļi, Ludza und Rēzekne im Osten Lettlands. Zudem sei auch im Bezirk Madona eine Warnung ausgesprochen worden. Diese beziehe sich offenbar auf Drohnen.
Nach Angaben der Armee wurden Kampfjets der Nato-Luftraumüberwachung über dem Baltikum aktiviert. Gemeinsam mit den Bündnispartnern werde der Luftraum fortlaufend überwacht, um auf eine mögliche Bedrohung sofort reagieren zu können. Zugleich habe Lettland zusätzliche Einheiten zur Verstärkung der Flugabwehr an die Ostgrenze verlegt.
Die Streitkräfte verwiesen darauf, dass sich Vorfälle dieser Art während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wiederholen könnten. Es sei möglich, dass ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen.
An die Bevölkerung gerichtet hieß es: „Suchen Sie Schutz in Innenräumen, schließen Sie Fenster und Türen.“ Die Bürger sollten das „Zwei-Wände-Prinzip“ einhalten, also darauf achten, dass sie sich in einem Raum aufhalten, der durch mindestens zwei Wände vom Außenbereich getrennt ist. Wer ein niedrig fliegendes, verdächtiges oder gefährliches Objekt bemerke, solle sich ihm nicht nähern und den Notruf verständigen. Zudem baten die Behörden darum, Fotos und Videos eines möglichen Vorfalls nicht in sozialen Netzwerken zu verbreiten, sondern den Sicherheitsbehörden zu übergeben.
Über Estland schoss ein Nato-Kampfjet eine Drohne offenbar ukrainischer Herkunft ab, wie Verteidigungsminister Hanno Pevkur dem Nachrichtenportal „Delfi“ sagte.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. In dem wechselseitigen Drohnenkrieg sind die mit elektronischen Mitteln abgewehrten Fluggeräte auch eine Gefahr für die Nachbarländer im Baltikum. Bei ukrainischen Angriffen waren in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt.
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