Die AfD kommt im neuen Trendbarometer von RTL und ntv auf 28 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche und der höchste Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Forsa jemals für die Partei in der sogenannten „Sonntagsfrage“ gemessen hat.
Der Abstand zur Union auf Platz zwei wächst in dieser Woche auf sechs Prozentpunkte. Einen höheren Abstand zwischen beiden Parteien hatte Forsa zuvor noch nie gemessen. CDU/CSU stagnieren bei 22 Prozent.
Zum Vergleich: In der aktuellen Insa-Umfrage fällt der Abstand sogar noch deutlicher aus. Dort kommt die AfD auf 29 Prozent, die Union liegt hier ebenfalls bei 22 Prozent.
In der aktuellen Forsa-Umfrage liegt die SPD unverändert bei zwölf Prozent. Die schwarz-roten Regierungsparteien kommen damit zusammen auf 34 Prozent und würden bei einer Bundestagswahl eine Mehrheit deutlich verfehlen.
Die Grünen verlieren einen Punkt und werden jetzt mit 14 Prozent gemessen, die Linke liegt unverändert bei elf Prozent. Während die FDP unverändert auf vier Prozent kommt, wird das BSW erstmals seit Ende mit drei Prozent wieder gesondert ausgewiesen.
Die Forsa-Umfrage im Überblick:
- AfD: 28 Prozent (plus 1)
- Union: 22 Prozent (unverändert)
- SPD: 12 Prozent (unverändert)
- Grüne: 14 Prozent (minus 1)
- Linke: 11 Prozent (unverändert)
- BSW: 3 Prozent (in der Vorwoche unter 3 Prozent und damit zu Sonstige gezählt)
- FDP: 3 Prozent (unverändert)
- Sonstige: 6 Prozent (minus 3)
Auch bei der Frage nach der politischen Kompetenz kristallisieren sich katastrophale Werte für die Regierungsparteien heraus. Die Union verliert einen Punkt und kommt nur noch auf 13 Prozent – der schlechteste Wert seit fast drei Jahren. Der SPD fallen bei der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, 5 Prozent zu
Am besten schneidet die AfD ab. Die Partei gewinnt einen Punkt und liegt nun bei 15 Prozent. Die Mehrheit der Befragten (53 Prozent) hält keine Partei für politisch kompetent.
Friedrich Merz kommt in der Umfrage abermals schlecht weg. Nur 14 Prozent sind demnach mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden, auf der anderen Seite stieg die Unzufriedenheit gar um einen Punkt auf 85 Prozent. Selbst die eigenen Wähler sind mehrheitlich unzufrieden mit Merz. 57 Prozent der Unions-Anhänger wählten diese Antwort bei Einordnung seiner Arbeit.
Forsa fragte für das Trendbarometer von RTL und ntv 2000 Personen im Zeitraum 12. bis 18. Mai. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.
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