Die AfD verliert in der neuesten YouGov-Umfrage deutlich an Zustimmung: Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die Partei auf 27 Prozent – zwei Prozentpunkte weniger als im Juni. Es ist der erste Rückgang seit einem halben Jahr. Im Juni hatte die AfD mit 29 Prozent noch den höchsten je in dieser Umfragereihe gemessenen Wert erreicht. Stärkste Kraft bleibt sie trotz der Verluste klar.

Das Bemerkenswerte: Von den Verlusten der AfD profitiert keine der anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Die Union kommt unverändert auf 20 Prozent und verharrt damit auf ihrem tiefsten Wert seit September 2021. Der Abstand zwischen beiden schrumpft von neun auf sieben Prozentpunkte – allein, weil die AfD verliert.

Die YouGov-Umfrage im Überblick:

  • AfD: 27 Prozent (-2)
  • Union: 20 Prozent (unverändert)
  • Grüne: 14 Prozent (unverändert)
  • SPD: 12 Prozent (unverändert)
  • Linke: 12 Prozent (unverändert)
  • FDP: 5 Prozent (unverändert)
  • BSW: 4 Prozent (unverändert)
  • Sonstige: 6 Prozent (+1)

Auch alle übrigen Werte bleiben unverändert. Die Grünen halten Platz drei mit 14 Prozent, SPD und Linke liegen gleichauf bei zwölf Prozent. Für die SPD bedeutet das: Sie verharrt auf dem schlechtesten Wert, den YouGov je für sie gemessen hat. Die FDP würde mit fünf Prozent den Einzug in den Bundestag schaffen, das BSW mit vier Prozent scheitern.

Nur 13 Prozent unterstützen Reformpaket der Regierung

YouGov fragte zudem nach dem Reformpaket der schwarz-roten Bundesregierung. Nur 13 Prozent der Befragten halten die Reformen für notwendig und unterstützenswert. Weitere 27 Prozent halten sie im Grundsatz für nötig, zweifeln aber an der Umsetzung.

Sogar 45 Prozent der Befragten – also knapp die Hälfte – sagen, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.

Unterdessen sind rund drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) der Meinung, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt. Besonders Wähler der AfD (93 Prozent) und Linken (84 Prozent) sind dieser Überzeugung. Aber auch unter Wählern der Grünen (69 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Union (58 Prozent) ist jeweils eine Mehrheit der Meinung, dass die Richtung der Entwicklung in Deutschland nicht stimmt.

YouGov befragte zwischen dem 10. und 13. Juli 2230 Personen online, von denen 1827 eine Wahlabsicht angaben. Bei Meinungsumfragen muss in der Regel mit einer Fehlertoleranz von +/- 2,5 Prozentpunkten gerechnet werden.

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