Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) im Zuge der Leihmutter-Affäre dringt Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters auf eine schnelle Nachfolgeregelung. „Wir sollten keine ausschweifenden Personaldiskussionen führen, sondern sollten zeitnah zu neuen Personalentscheidungen kommen“, sagte der CDU-Landeschef im Berlin-Playbook-Podcast von Politico. Eine längere Debatte würde der Union schaden, sagte Peters. Der Christdemokrat tritt als Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl am 20. September an.
Mit Blick auf eine mögliche Kabinettsumbildung sagte Peters: „Der Zeitpunkt ist sicherlich jetzt durchaus günstig.“ Merz erwägt den Schritt nach eigenen Worten als Folge von Spahns Rücktritt: „Es könnte eine Gelegenheit sein“, sagte der Kanzler im „Sommerinterview“ des ZDF. Als Favorit für den wichtigen Posten gilt der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU).
Spahn hatte am Samstag seinen Rücktritt bekanntgegeben, nachdem sich die Kritik an seiner Familiengründung durch Leihmutterschaft massiv verschärft hatte. Laut Spahn ist sein Ehemann der leibliche Vater des Kinds, das die Frau ausgetragen hat. In Deutschland ist ein solches Vorgehen nicht erlaubt – die CDU hatte erst jüngst ihre Ablehnung von Leihmutterschaften bekräftigt.
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