Der Nationale Sicherheitsrat ist am Freitag unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammengekommen, um über den Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen zu beraten. Das teilte das Kanzleramt mit.

Die Sitzung habe telefonisch stattgefunden. Merz stehe zu dem Vorfall in fortwährendem Austausch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und weiteren Mitgliedern der Bundesregierung. Öffentlich hat sich Merz zu dem Vorfall noch nicht geäußert. Dobrindt sprach von einem hybriden Anschlagsszenario, das auf hochprofessionelle Täter zurückgeht. Er schließt „fremde Mächte“ als Drahtzieher nicht aus.

Die Drohne mit Sprengladung war in der Nacht zum Mittwoch von einem Flughafenmitarbeiter entdeckt worden. Experten der Bundespolizei entschärften die Sprengladung, die offenbar nur deshalb nicht detonierte, weil der Zünder defekt war. In der Nähe befanden sich ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen Leipzig/Halle gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine.

Der Nationale Sicherheitsrat wurde im vergangenen Jahr eingerichtet und soll die Kompetenzen bei innerer und äußerer Sicherheit innerhalb der Bundesregierung bündeln.

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