In Caen im Nordwesten Frankreichs ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast und hat dabei mindestens einen Menschen getötet und zehn weitere verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden bei dem Vorfall am Mittwochabend vier Menschen schwer und sechs Menschen leicht verletzt.
Die Zeitung „Le Figaro“ berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, dass davon auszugehen sei, dass die meisten der Opfer Ausländer seien – insbesondere aus Afghanistan, Ägypten und Bangladesch.
Ein Video, das die Regionalzeitung „Ouest-France“ veröffentlichte, zeigte ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Wie aus Polizeikreisen verlautete, hatte der Mann sein Auto gegen 22.00 Uhr in eine Menschenmenge in der Nähe des Bahnhofs der Stadt gesteuert. Das Viertel wurde von den Einsatzkräften weiträumig abgesperrt.
Laut dem News-Portal „actu.fr“ soll der Fahrer mit einem BMW auf Höhe einer Haltestelle in die Menschen gefahren sein. Zuvor soll es laut Medienberichten zu einer Auseinandersetzung in einer nahegelegenen Bar gekommen sein.
Täter zwanzig Kilometer entfernt festgenommen
Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur AFP und „Le Figaro“ unter Berufung auf Polizeiquellen berichteten. Demnach sei der Mann zunächst geflüchtet, konnte aber in der Gemeinde Ouistreham, rund zwanzig Kilometer nördlich von Caen, festgenommen werden.
Wie „Le Figaro“ berichtete, soll es sich bei dem Fahrer offenbar um den 26-jährigen, in Russland geborenen Ibrahim I. handeln. Einzelheiten oder eine Bestätigung der Polizei gab es dazu zunächst nicht.
Caen liegt in der Normandie und ist mit knapp 110.000 Einwohnern die größte Stadt im Département Calvados.
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