Rund eine Woche nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die AfD einer YouGov-Umfrage zufolge bundesweit stärkste Partei.

In der aktuellen Sonntagsfrage kommt die AfD auf 29 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als im August. Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD in dieser Umfrage 29 Prozent erreicht. Schon im Juni kam die Partei bei YouGov auf 29 Prozent.

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CDU und CSU fallen dagegen auf ein historisches Tief in der YouGov–Sonntagsfrage: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden demnach aktuell 18 Prozent CDU/CSU wählen, zwei Prozentpunkte weniger als noch im August. So schlecht war die Union bei YouGov noch nie. Der bisherige Negativrekord lag bei 20 Prozent im September 2021.

Bei anderen Umfrageinstituten kommen CDU/CSU teilweise noch deutlich über 20 Prozent. Bei der Forschungsgruppe Wahlen sowie bei Allensbach erreicht die Union 22 bzw. 22,5 Prozent, bei Forsa und Infratest dimap sind es 21 Prozent. Insa und GMS bewertet CDU/CSU mit 20 Prozent.

Die Grünen legen um einen Punkt auf 16 Prozent zu. Die SPD gewinnt ebenfalls einen Punkt und kommt auf 13 Prozent. Die Linke verliert dagegen zwei Punkte und liegt im September bei zehn Prozent. Die FDP bleibt bei fünf Prozent, das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verbessert sich auf vier Prozent.

Die aktuelle YouGov-Umfrage im Überblick

  • AfD: 29 Prozent (+1 Punkt)
  • CDU/CSU: 18 Prozent (-1 Punkte)
  • Grüne: 16 Prozent (+1 Punkt)
  • SPD: 13 Prozent (+1 Punkt)
  • Linke: 10 Prozent (-2 Punkte)
  • FDP: 5 Prozent (±0 Punkte)
  • BSW: 4 Prozent (+1 Punkt)
  • Sonstige: 5 Prozent (±0 Punkte)

„Brandmauer“ zur AfD bröckelt

Zugleich hält laut YouGov eine Mehrheit der Befragten die AfD weiterhin für rechtsextrem: 59 Prozent äußern diese Einschätzung, 30 Prozent widersprechen. Im Vergleich zu Mai 2025 hat sich dieser Wert kaum verändert.

Deutlich verschoben hat sich dagegen der Umfrage zufolge die Haltung zur sogenannten Brandmauer. 51 Prozent meinen inzwischen, andere Parteien sollten eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht grundsätzlich ausschließen. Im August waren es 44 Prozent. 40 Prozent sprechen sich für einen grundsätzlichen Ausschluss aus; im Vormonat waren es noch 46 Prozent.

Für die Umfrage befragte YouGov in der Zeit vom 11. bis 14. September insgesamt 1787 Personen. Die Fehlertoleranz liegt bei +/-2,5 Prozentpunkten.

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